Donnerstag, 7. Dezember 2017

Spekulatius-Tiramisu mit Rotwein-Kirschen // glutenfrei & zuckerfrei

Heute habe ich den perfekten Nachtisch für Weihnachten für euch! Denn zu Weihnachten darf es ruhig etwas besonderes sein, ohne, dass man dafür Stunden lang in der Küche stehen muss - und am besten sollte man es schon im Voraus zubereiten können. Dafür eignet sich das Spekulatius-Tiramisu mit Quark und Rotwein-Kirschen hervorragend. Den Spekulatius für das Rezept habe ich beispielsweise schon zwei Tage, bevor ich es verwendet habe, gebacken und die Rotweinkirschen habe ich einfach in einer Schüssel über Nacht durchziehen lassen. Am Ende muss nur noch die Creme zubereitet werden und die ist wirklich denkbar einfach - und dazu noch richtig lecker, gleichzeitig jedoch nicht zu mächtig, da der Mascarpone mit Magerquark ergänzt wird.

Natürlich müsst ihr den Spekulatius keinesfalls selbst backen (ich wollte ihn eben gluten- und zuckerfrei haben), sondern könnt ihn jederzeit einfach im Supermarkt kaufen. Auch müssen die Kirschen nicht im Rotwein baden, ihr könnt sie auch direkt aus dem Glas verwenden (schmeckt auch sehr gut) und das Tiramisu somit kinderfreundlich und noch einfacher machen. 
Bei mir gab es das Dessert zu meinem Geburtstag, als die ganze Familie um den großen Esstisch bei meinen Eltern saß. Ich für meinen Teil habe wahrscheinlich alleine ein viertel der Auflaufform gegessen, so gut hat es mir geschmeckt. Zum Glück habe ich dann beschlossen, das Rezept unbedingt fotografieren und mit euch teilen zu wollen, denn so kann ich jetzt direkt zu meinem Kühlschrank wandern und mir noch so ein halbes Glas gönnen. Oder ein Ganzes. Das Spekulatius-Tiramisu ist nämlich so gemein lecker, dass man gar nicht aufhören kann.


Spekulatius-Tiramisu mit Rotwein-Kirschen
für 5 große Gläser oder eine Auflaufform

Zutaten
Für den glutenfreien Spekulatius
200 g Butter
200 g Xylith (oder regulärer Zucker)
1 Ei
400 g glutenfreies Mehl
2 TL Maisstärke
50 g gemahlene Mandeln
2 TL Spekulatiusgewürz
1 Prise Salz

Für die Kirschen
1 großes Glas Sauerkirschen
250 ml Rotwein
1/2 TL Spekulatiusgewürz

Für den Creme
250 g Mascarpone, zimmerwarm
100 g Xylith (oder regulärer Puderzucker)
250 g Magerquark, zimmerwarm
200 ml Sahne
1 TL gemahlene Vanille
1 TL Zimt

Zubereitung
1. Den Spekulatius zubereiten: Dafür Die Butter mit dem Xylith schaumig schlagen. Das Ei hinzugeben und gut untermischen. Das Mehl mit der Stärke, den Mandeln, dem Spekulatiusgewürz und dem Salz vermischen. Zu den feuchten Zutaten geben und untermischen. Zuletzt mit den Händen auf der Arbeitsfläche zu einem glatten Teig verarbeiten. In Frischhaltefolie wickeln und für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank geben.
2. Nach einer Stunde den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen und den Teig aus dem Kühlschrank nehmen. Auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen. Dann mit einem Pizzaroller in Quadrate oder andere Formen schneiden - welche, ist ganz egal, da der Spekulatius am Ende zerbröstelt wird - und für 10 bis 15 Minuten backen. Vollständig abkühlen lassen.
3. Nun die Kirschen gemeinsam mit dem Rotwein und dem Gewürz in einen Topf geben und aufkochen lassen. Wer möchte, dass noch Alkohol im Wein bleibt, den Topf vom Herd nehmen und für 2 bis 3 Stunden ziehen lassen. Andernfalls einfach für fünf Minuten köcheln lassen, sobald die Kirschen abgekühlt sind, können sie direkt verwendet werden.
4. Für die Creme wird der Mascarpone mit dem Xylith für einige Minuten gut verrührt. Dann wird der Quark hinzu geben und alles nochmal gut vermischt. Die Sahne wird mit der Vanille und dem Zimt steif geschlagen und anschließend in zwei Portionen unter die Quarkmischung gehoben.
5. Das Schichten: Es wird mit einer Schicht Spekulatius begonnen, der in ein Einmachglas o.ä. gebröselt wird - darauf achten, dass unterschiedlich große Stückchen entstehen. Anschließend wird er mit einer Schicht der Quarkcreme (ich habe sie in einen Spritzbeutel mit Sterntülle gefüllt) getoppt. Auf dieser werden die Kirschen verteilt. Dann noch eine Schicht Spekulatius und als letztes mit der Quarkcreme abschließen. 
6. Für mindestens fünf Stunden durchziehen lassen. Das Gute am Einmachglas ist, dass ihr einfach den Deckel darauf drehen und sie so im Kühlschrank deponieren könnt. Kurz vor dem Servieren das Tiramisu mit einigen feinen Spekulatius-Krümeln sowie Zimt verzieren.


So aufwendig, wie das Rezept auf den ersten Blick aussieht, ist es gar nicht. Die Schritte sind alle einfach und schnell gemacht und ehe man sich versieht, hat man das perfekte Weihnachtsdessert vor sich stehen. Probiert es doch mal aus und lasst mich wissen, wie es euch geschmeckt hat.

Jetzt wünsche ich euch eine wunderbare und entspannte Vorweihnachtszeit! 
Eure Selina 

Samstag, 2. Dezember 2017

Gesunde Elisen-Lebkuchen // vegan, glutenfrei & zuckerfrei


Für mich beginnt die Weihnachtszeit immer mit meinem Geburtstag. Immer einen Tag vor dem ersten Adventskalendertürchen, immer in der Woche des weihnachtlichen Schmückens, immer bei nebligem Wetter, immer kurz vor dem ersten Advent und immer mein liebster Tag im Jahr. Dieses Jahr lag sogar Schnee, genau wie ich es mir gewünscht habe. Denn ich liebe Schnee! Auf dem Weg von Mannheim in den Odenwald zu meiner Familie geht es eigentlich stetig bergauf - und irgendwann waren die Wiesen vor den Autofenstern gepudert, die Baumwipfel mit Frost bedeckt und je weiter wir fuhren, desto friedlicher und weißer wurde es. Als wir ankamen schwebte leiser Schnee vom Himmel und ich hätte nicht glücklicher sein können.


Wir machten es uns vor dem Kamin gemütlich, tranken Tee und Kaffee, aßen ein Stück meines Lieblingskäsekuchens, den meine Mama jedes Jahr nach genau dem selben Rezept backt sowie diese leckeren Elisenlebkuchen. Im Gegensatz zum Käsekuchen - und ich finde man darf an seinem Geburtstag ruhig sündigen - sind die Lebkuchen sowohl vegan und zuckerfrei als auch glutenfrei. Gesüßt werden sie mit Agavendicksaft (oder wahlweise Honig, für eine unvegane Variante) und sie sind soo saftig, das ist schon fast unanständig.


Gesunde Elisen-Lebkuchen
für ca. 20 Stück

Zutaten
400 g Haselnüsse
2 TL Lebkuchengewürz
1 Prise Salz
1 Orange
50 g Kokosöl, flüssig
130 g Agavendicksaft oder Honig
3 EL Apfelmus
50 g getrocknete Aprikosen (ungesüßt)
ca. 20 Oblaten
100 g zuckerfreie Schokolade (ich habe welche von Xucker verwendet)
Mandelplättchen für die Deko

Zubereitung
1. Die Aprikosen in eine Schüssel geben und mit heißem Wasser übergießen, für 15 Minuten ziehen lassen und anschließend in kleine Stücke schneiden.
2. Den Ofen auf 175 °C Unter- Oberhitze vorheizen.
3. Die Haselnüsse mit dem Gewürz und dem Salz in einer Schüssel vermischen.
4. Die Schale der Orange abreiben.
5. In einer zweiten Schüssel das Kokosöl, das Süßungsmittel, das Apfelmus sowie die Orangenschale vermischen.
6. Die feuchten Zutaten sowie die Aprikosen zu den trockenen Zutaten geben und alles gut vermischen - ich benutze dazu am liebsten meine Hände. :)
7. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und die Oblaten darauf verteilen.
8. Auf den Oblaten jeweils 1-2 TL von der Lebkuchenmasse verteilen - je nach dem, welche Größe eure Oblaten haben. Ich habe die Größen variiert und am Ende insgesamt ungefähr 20 unterschiedlich große Lebkuchen heraus bekommen. Wenn ihr nur Kleine macht, werden es eher so um die 25 Stück.
9. Die Lebkuchen in Form drücken, sodass sie schön rund und glatt sind, dafür könnt ihr gerne eure Finger mit etwas Wasser anfeuchten.
10. Im vorgeheizten Ofen für ca. 12 Minuten (die Großen brauchen ca. 15 Minuten) backen.
11. Die Lebkuchen komplett auskühlen lassen, dann die Schokolade schmelzen und sie mit dieser - sowie mit den Mandelblättchen - verzieren.

Diese saftig-süßen, weihnachtlich-würzigen Lebkuchen lege ich euch hiermit wärmstens ans Herz. Ich glaube, ich muss noch eine Fuhre davon machen - das wäre dann inzwischen die Dritte - so gut sind sie! Und gesund noch dazu. :)

Eure Selina 

Freitag, 24. November 2017

Gesunde Zimtplätzchen // vegan, glutenfrei & zuckerfrei


Wenn ihr das hier lest, bin ich schon in Holland. In Rotterdam um genau zu sein, weil dort meine beste Freundin wohnt - und das schon seit über sechs Jahren. Jetzt ist es endlich wieder soweit und ich besuche sie. Aber bevor ich mich einfach so verkrümle, muss ich euch unbedingt noch von diesen gesunden, "rohen" Plätzchen erzählen! Die werden nicht gebacken, sind vegan und glutenfrei und werden nur mit Datteln und durch eine Banane in der Füllung gesüßt - ein echter Kracher also! Ich jedenfalls bin ziemlich begeistert und werde demnächst wohl noch eine neue Ladung machen müssen.


Das Plätzchen backen ist dieses Jahr ein klein bisschen schwierig für mich.
Aufgrund meiner Haut möchte ich auf Weißmehl sowie raffinierten Zucker verzichten und das stellt ein ziemlich großes Hindernis dar. Vor allem, weil meine absolut liebsten Lieblingsplätzchen diese Spitzbuben sind. Aber im Teig ist nicht nur Weizenmehl sondern auch die Marmelade ist natürlich mit Zucker. Ich habe noch keine Alternative dafür gefunden - vor allem weil Marmelade ohne Zucker nunmal nur ein paar Tage haltbar ist. Dafür habe ich mich aber bei anderen Plätzchen ausgelebt, zum Beispiel bei diesen Kokosmakronen, bei denen ich den Zucker einfach durch Xylith ersetzt habe (funktioniert top!). Außerdem habe ich mich frisch in veganen, gluten- und zuckerfreien Elisenlebkuchen verliebt! Das Rezept dazu gibt es nächste Woche. :)


Jetzt bekommt ihr aber erstmal das Rezept für diese Leckerbissen!

Gesunde Zimtplätzchen
frei nach diesem Rezept

Zutaten
Füllung
130 g Cashewkerne, eingeweicht über Nacht
1 Banane
2 TL Kokosöl
3 EL Zitronensaft
1 Dattel
1 TL gemahlene Vanille
1 Prise Salz
1 TL Zimt
nach Bedarf etwas Pflanzenmilch

Teig
200 g gemahlene Mandeln
2 EL Kakaopulver
6 Datteln, am besten Medjool
1 Prise Salz
1 Prise Nelke
1/2 TL Zimt
2 EL Kokosöl

Zubereitung
1. Die Zutaten für die Füllung in einen Mixer geben und auf hoher Stufe zu einer Creme verarbeiten.
2. Auf einem mit Frischhaltefolie ausgelegtem Brett glatt streichen, ca. 3mm dick.
3. Ebenso mit den Zutaten für den Teig verfahren - hierfür müsst ihr den Mixer nicht einmal spülen. :)
4. Die Masse für den Teig etwas flacher, ca. 1,5mm bis 2mm, auf einem Brett flach drücken.
5. Beides für ca. 1 bis 2 Stunden in das Gefrierfach geben.
6. Sowohl aus dem Boden als auch aus der Füllung Sterne (oder jede beliebige Form) ausstechen.
7. Die Schichten aufeinander legen, sodass die Füllung von zwei Schichten Teig eingeschlossen wird.
8. Im Gefrierfach aufbewahren und vor dem Verzehr ca. 1/2 Stunde antauen lassen. Das war's! :)


Sobald mein Freund und ich uns für's Abendessen an den Tisch setzen, nehme ich ein paar von ihnen zum antauen aus dem Froster und dann sind sie der perfekte Nachtisch. :)
Ich hoffe, euch gefällt das Rezept und ihr habt Lust bekommen, euch auch einmal an diesen gesunden, zimtigen Plätzchen zu versuchen.

Bis nächste Woche (mit den weltbesten Elisenlebkuchen) und alles Liebe,
Eure Selina 

Freitag, 17. November 2017

Gesunder Spekulatius-Aufstrich // vegan, zuckerfrei & glutenfrei


Ich liebe ja Marmelade. Und zwar abgöttisch! Gebt mir ein Sauerteigbrot mit einer dicken Schicht Butter und einer dunklen, beerigen Marmelade darauf und ich bin glücklich. Das bringt mich sofort zurück in meine Kindheit, in die warme Küche meiner Oma, die mir, nachdem ich bei ihr übernachtet habe, eine dicke Scheibe Brot abschneidet, die Butter großzügig darauf verteilt - und darauf dann ihr immer einen Ticken zu flüssiges, selbst gemachtes Brombeergelee. So gut!
Heutzutage ist mein Verhängnis die Mama meines Freundes: In ihre Marmeladenkreationen könnte ich mich regelmäßig reinsetzen. Brombeer-Amarettini, Zwetschge-Apfel-Birne, Aprikose-Kokos, allein die Namen klingen schon toll.
Aber was macht man, wenn man keinen Zucker mehr isst? In meinem Fall: Erstmal laut heulen.

Im Sommer habe ich aus frischen Beeren dann gesunde Marmelade mit Chia-Samen nach diesem Rezept gekocht. Aber jetzt? Jetzt möchte ich etwas weihnachtliches, am liebsten das Nougatmousse aus dem Bioladen oder eben einfach die Weihnachtsmarmelade der Mutter meines Freundes mit ganz viel Zimt und Nelken. Stattdessen musste ich mir jetzt also meinen eigenen, gesunden Brotaufstrich zusammen mixen und bin dabei hier gelandet.
Und darüber bin ich richtig froh, denn der Spekulatius-Aufstrich ist ein echtes Träumchen, das meine Sehnsucht nach den etwaigen Marmeladen gekonnt befriedigt. Gesüßt wird mit Datteln und die Grundbasis besteht aus Mandelmus, das durch Cashewkerne noch eine besondere, süßlichere Note bekommt. Meine absolute Empfehlung!


Gesunder Spekulatius-Aufstrich
leicht abgewandelt nach diesem Rezept

Zutaten
230 g Mandeln / oder Mandelmus
50 g Cashewkerne 
2 TL Spekulatiusgewürz
5 EL Mandelmilch
4 Medjool-Datteln (oder 6 Normale, in warmem Wasser eingeweichte)
1 Prise Vanille, gemahlen

Zubereitung
1. Die Mandeln im Mixer zu einem feinen Mus verarbeiten. Dafür braucht ihr ein wenig Geduld und einen starken Mixer, da das bis zu 10 Minuten dauern kann und ihr eurem Mixer zwischendurch am besten kleine Pausen gönnt. Oder ihr benutzt einfach Mandelmus.
2. Das Mandelmus mit den restlichen Zutaten im Mixer für einige Minuten zu einer cremigen Masse verarbeiten. Bei Bedarf mehr Flüssigkeit hinzu geben.
3. In Gläser füllen und im Kühlschrank aufbewahren.

Übrigens: Bei mir hat die Masse für drei kleine Glaser gereicht, zwei davon seht ihr auf den Bildern!

In meinem Kühlschrank lagern jetzt also zwei kleine Gläschen mit der köstlichen Creme (das eine schon fast leer) und auch meinen Eltern habe ich eins mitgebracht. Obwohl die beiden ebenfalls große Marmeladenfans sind (der Apfel fällt eben nicht weit vom Birnbaum) schmeckt ihnen der Aufstrich sehr gut.
Jetzt bin ich gespannt, wie er euch schmeckt und ob ihr Lust habt, ihn mal auszuprobieren.
Glaubt mir: Es lohnt sich! :)

Eure Selina 

Samstag, 11. November 2017

Cranberry-Kokos-Scones // vegan & zuckerfrei

Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, als ich das erste Mal Cranberries gekauft habe. Damals war ich noch in der Schule, kurz vorm Abi, und begierig auf alles, was von außerhalb des beschaulichen Odenwalds kam. Und dann gab es im Supermarkt um die Ecke plötzlich ein Päckchen mit solchen hübschen, rubinroten Kugeln. Klar, getrocknete Cranberries waren mir durchaus ein Begriff, aber wie die so original und ungetrocknet aussehen? Und vor allem schmecken?
Kurzum: Die mussten einfach mit.


Die ganze Fahrt nach Hause über freute ich mich darauf, die so saftig und aromatisch aussehenden Beeren zu probieren. Voller Vorfreude riss ich die Packung auf und biss genussvoll in eine der Cranberries.
Mehrere Gläser Apfelsaft später war der bittere, pelzige Geschmack immer noch nicht ganz verschwunden. Und ich war ziemlich enttäuscht. Daraufhin gammelten die Beeren im Kühlschrank vor sich hin, bis meine Mutter sich ein Herz fasste und sie wegschmiss. Schade drum!
Wenn ich schon damals gewusst hätte, wie lecker die Cranberries in Scones schmecken und wie gesund sie sind hätte ich mit Sicherheit nach Rezepten zu deren Verarbeitung gesucht.
So voller Antioxidantien und Vitamin C sind sie perfekt für die kalte Jahreszeit und als Schutz vor Erkältungen. Sie wirken antibakteriell und angeblich sogar verjüngend. Jetzt also nix wie hin zum Supermarkt und schnell mal zwei Kilo Cranberries gekauft!
Und dann am besten direkt diese knusprigen veganen Scones gebacken. :)


Cranberry-Kokos-Scones

Zutaten
300 g Dinkelmehl (oder Weizenmehl, wie ihr mögt)
50 g Xylith
1 Prise Salz
3 TL Backpulver
1 TL Natron
115 g vegane Butter, für mindestens 1 Stunde eingefroren (ich verwende sehr gerne Alsans)
150 g frische Cranberries
240 ml Kokosmilch

Zubereitung
1. Den Ofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
2. Mehl, Xylith, Salz, Backpulver und Natron in einer Schüssel mit dem Schneebesen vermischen.
3. Die Cranberries in der Küchenmaschine oder im Mixer klein häckseln oder mit einem Messer fein hacken.
4. Die angefrorene Butter auf der Küchenreibe grob reiben - dieser Schritt ist optional! Ihr könnt auch einfach schön kalte Butter verwenden und sie in kleine Stücke schneiden.
5. Die Butter zu den trockenen Zutaten geben und mit den Fingern einarbeiten, bis kleine, gleichmäßige Brösel entstanden sind.
6. Nun auch die gehäckselten Cranberries hinzugeben und kurz untermischen.
7. Die Kokosmilch hinzu geben und zügig alles zu einem glatten Teig verarbeiten. Nicht zu sehr mischen sondern gerade so lange, bis der Teig zusammen kommt.
8. Den Teig auf die Arbeitsfläche geben und zu einem Kreis formen. Diesen wie einen Kuchen in 8 Stücke teilen. Ihr könnt auch gerne einen kreisförmigen Ausstecher verwenden, damit die Scones rund werden.
9. Auf ein Backblech geben und optional mit übriger Kokosmilch bestreichen und etwas Xylith bestreuen.
10. Im heißen Ofen für 20-25 Minuten backen oder bis sie goldbraun sind.

Ich bin ein großer Fan von Scones seit ich das erste Mal in Großbritannien im Urlaub war. Vor allem zusammen mit ein bisschen Marmelade finde ich die kleinen Brötchen großartig, so buttrig und weich und außen knusprig. Die leichte Säure der Cranberries finde ich dazu perfekt.
Dazu eine Tasse English Breakfast Tea und der gemütliche Afternoon-Tea ist komplett. :)
Wenn ihr das nächste Mal also Cranberries seht, wisst ihr jetzt, was ihr damit anstellen könnt! Ich habe aus den übrigen, die vom Shooting übrig geblieben sind, ein leckeres Kompott mit Orangensaft- und Schale, Zimt, Vanille und ein bisschen geriebenem Apfel gemacht. Das schmeckt vor allem mit Vanillepudding oder Griesbrei fabelhaft.

Ein schönes Wochenende euch!
Eure Selina 

Samstag, 4. November 2017

Maronenmuffins mit Schokoguss // gluten- & zuckerfrei


Letzte Woche bin ich ganz aufgegangen in meiner Liebeserklärung an das Herzstück des Herbstes: dem Kürbis. Doch dieser ist nicht mein alleiniger Liebling, sondern bekommt auch dieses Jahr wieder kräftige Konkurrenz von der Marone. Nach einer kleinen Recherche wurde ich aufgeklärt, dass die Marone eine sogenannte "Nussfrucht" ist und eben jener möchte ich das heutige Rezept widmen.



Kaum etwas ruft für mich so sehr Herbst! wie die Heiße-Maroni-Stände die gerade hier und da in der Fußgängerzone auftauchen. Oder eine auf dem Herd köchelnde, cremige Maronen-Suppe. Oder geröstete Maroni direkt aus dem Ofen mit ein bisschen süßer Butter. Oder einfach diese wunderbar saftigen Maronenmuffins mit Schokoladenhaube. Die sind nicht nur glutenfrei sondern auch wieder zuckerfrei zuzubereiten.





Maronenmuffins mit Schokoguss
für 12 Stück

Zutaten
200 g Maronen, vorgegart
4 EL Wasser
3 Eier
90 g Xylith
100 g gemahlene Mandeln
1 TL Backpulver
1/2 TL Zimt

200 ml Sahne
150 g Zartbitter-Schokolade

Zubereitung
1. Den Ofen auf 170 °C vorheizen.
2. Die vorgegarten Maronen zusammen mit dem Wasser zu einer feinen Paste pürieren. Falls diese noch zu bröselig sein sollten, ein bisschen mehr Wasser hinzugeben, bis eine streichfähige Creme entstanden ist.
3. Die Eier zusammen mit dem Xylith mehrere Minuten auf hoher Stufe hell und schaumig schlagen.
4. Die trockenen Zutaten in einer Schüssel mischen.
5. Ein Drittel der Eimischung zu der Maronencreme geben und gut vermischen.
6. Die trockenen Zutaten hinzu geben und ebenfalls unterrühren.
7. Nun die restliche Eimischung in zwei Schritten vorsichtig unter die Masse heben.
8. In Muffinförmchen füllen und im heißen Ofen für 25-30 Minuten backen.
9. Zwischenzeitlich die Ganache vorbereiten: Dazu die Schokolade hacken. Die Sahne aufkochen und über die Schokolade geben. Nach 5 Minuten umrühren und abkühlen lassen.
10. Die Muffins abkühlen lassen und mit der Ganache verzieren.

Es gibt zwar unzählige Muffin-Rezepte dort draußen und auch auf diesem Blog sind einige verewigt - trotzdem bleiben diese Exemplare meine unangefochtene Nummer 1. Ich könnte mich jedes Mal hinein legen in diese cremige Nussigkeit, das Zusammenspiel von Schokoladenguss und luftig-saftigem Teig. Hach!
Ich hoffe, ihr probiert sie auch einmal aus und lasst euch von dem warmen Herbstgefühl, das sie mitbringen, anstecken. :)

Einen wunderbaren Sonntag,
eure Selina 

Sonntag, 29. Oktober 2017

Kürbis-Donuts mit Honig-Frischkäse-Frosting // gluten- und zuckerfrei


Es ist jedes Jahr das Selbe. Immer wenn die Kürbis-Zeit offiziell beginnt, gibt es für mich kein Halten mehr. Überall springen mir Kürbisse ins Auge, besonders hübsche Exemplare oder solche, die mir gänzlich unbekannt sind hüpfen in meinen Einkaufskorb und auf meiner Anrichte stapeln sich immer mehr von dem hübschen runden Gemüse. Und dann beginnt der Wahn: Ich möchte möglichst alles mit Kürbissen machen, jedes Kürbis-Rezept ausprobieren und mich am liebsten nur noch von ihnen ernähren, bis die Kürbiszeit viel zu schnell wieder vorüber ist.


Ganz oben auf meiner Liste steht dabei der Klassiker: Kürbissuppe. Am besten mit Butternut, Kokosmilch und ordentlich Ingwer. Aber auch der simple Ofenkürbis mit Rosmarin und Feta hat mein Herz ganz schnell gewonnen. Oder wie wäre es mit einer saftigen Kürbisquiche? Kürbisrisotto ist übrigens auch eine wirklich feine Sache, dafür benutze ich am liebsten den klassischen Hokaido. Letztes Jahr habe ich mit diesem auch eine wahnsinnig leckere Kürbis-Orangen-Marmelade fabriziert und träume noch immer von ihr.
Hokkaido eignet sich übrigens auch am besten für alle süßen Backrezepte in denen nach einem Kürbis gefragt wird. Wer in den USA lebt kann sich glücklich schätzen, denn dort wird Kürbispüree direkt in Dosen verkauft - wir in Deutschland müssen uns das selbst herstellen.
Allerdings ist es total einfach und hier habt ihr eine wirklich sehr kurze und einfache Anleitung:



Kürbis-Püree selbst machen
1. Einen Hokkaido-Kürbis waschen und halbieren.
2. Die Kerne und Fasern mit einem Löffel ordentlich entfernen.
3. Ein Backblech mit Backpapier belegen und die Kürbishälfen mit der geschnittenen Seite nach unten darauf platzieren.
4. Bei 175° C für ca. 30 Minuten backen, nach ca. 20 Minuten könnt ihr schon mit einem Messer testen, ob der Kürbis weich ist.
5. Abkühlen lassen und das Fruchtfleisch von der Haut entfernen - dieses müsst ihr nicht einmal pürieren, da es bereits die richtige Konsistenz hat. Oder ihr püriert es mitsamt der Haut, da diese essbar ist!




Wenn ihr das Püree dann fertig habt, könnt ihr ein bisschen davon abmessen und zusammen mit ein paar anderen Zutaten zu diesen schmackhaften Kürbis-Donuts mit Frischkäse-Frosting verarbeiten. Das würde ich euch im übrigen sehr empfehlen. :) Den Rest des Pürees friert ihr einfach für die nächste Backsession oder Turbo-Kürbissuppe ein.

Kürbis-Donuts mit Honig-Frischkäse-Frosting
für 6 Stück

Zutaten
30 g Kokosmehl
2 EL Maisstärke
1/2 TL Backpulver
1/2 TL Natron
1/2 TL Zimt
1/4 TL Muskatnuss, gemahlen
1/4 TL Nelken, gemahlen
1 Prise Salz
2 Eier
150 g Kürbispüree
60 ml Kokosöl, geschmolzen
3 EL Agavendicksaft
1 TL Vanilleextrakt

Für das Frosting benötigt ihr: ca. 90 g Frischkäse, ca. 1 EL Milch und 3 TL Honig

Zubereitung
1. Den Ofen auf 175°C vorheizen und ein Donutblech sehr gut fetten. Falls ihr kein Donutblech habt, könnt ihr dieses nach dieser Anleitung wunderbar selbst aus einem Muffinblech basteln.
2. Die trockenen Zutaten in einer großen Schüssel gut vermischen.
3. Eier, Kürbispüree, Kokosöl, Agavendicksaft und Vanilleextrakt ebenfalls gut vermischen.
4. Die feuchten zu den trockenen Zutaten geben und mit einem Löffel oder Teigschaber verrühren - jedoch nur so lange, bis ein glatter Teig entstanden ist.
5. In einen Spritzbeutel oder eine Gefriertüte füllen und gleichmäßig in die Vertiefungen der Donutform füllen.
6. Im heißen Ofen für 10-12 Minuten backen.
7. Einige Zeit in der Form abkühlen lassen und wenn sie lauwarm sind vorsichtig stürzen.
8. Für das Frosting Frischkäse, Milch und Honig glatt rühren. Je nach Konsistenz des Frischkäses und Flüssigkeit des Honigs so lange anpassen, bis die Konsistenz stimmt und sich problemlos auf die Donuts geben lässt. 
9. Wenn die Donuts vollständig abgelühlt sind mit dem Frosting und einigen Kürbiskernen verzieren.


Die Donuts waren schneller verschwunden, als ich gucken konnte - sechs Stück sind nunmal doch etwas wenig. :) Sie schmecken wunderbar herbstlich und weich, saftig, ganz leicht nach Kokosnuss und ich bin ein großer Fan des Zusammenspiels aus warmen Gewürzen und frischem, kühlem Frischkäsefrosting! Zum Glück für mich, meinen Freund und vor allem für euch sind die Donuts innerhalb weniger Minuten angerührt und fertig gebacken, sodass ihr allerhöchstens 20 Minuten braucht, bis ihr eure Donut-Lust stillen könnt. 
Das klingt doch gut, oder?


Ich wünsche euch ganz viel Spaß beim Backen!


Eure Selina 

Samstag, 21. Oktober 2017

Haselnuss-Tarte mit Birnen // gluten- und zuckerfrei


Die letzten Tage hat der Altweibersommer hier in der Gegend noch mal alles gegeben - goldene Blätter, orangerotes, raschelndes Laub auf den Wiesen, das Blau des Himmels, wie es nur im Herbst ist, angenehm wärmende Sonnenstrahlen, dunstige Berge am Horizont, eine laue Brise und die Gewissheit, dass diese Welt einfach schön ist. Wenn ich in so einer Stimmung bin, also einfach froh hier und jetzt zu leben, überkommt mich jedes Mal die Lust, durch die Küche zu wirbeln und wunderbar herbstliche Dinge zu zaubern. So ist auch diese saftige Haselnuss-Tarte mit Birne entstanden, die - wie sollte es anders sein - glutenfrei und wahlweise zuckerfrei ist.

Ich süße ja nur noch mit Xylith, sowie Honig oder Agavendicksaft - aber natürlich könnt ihr sehr gerne auch normalen Zucker verwenden! Das ist das Schöne am Xylith: Die Süßkraft entspricht ziemlich genau der von Zucker und ihr könnt es problemlos austauschen. 
Den Mürbeteig für den Boden habe ich nach diesem Rezept zubereitet - war aber leider nicht so begeistert, da der Mürbeteig recht mehlig schmeckt. Wenn ihr einen besseren bzw. einen glutenfreien Lieblings-Mürbeteig habt, lässt es mich sehr gerne in den Kommentaren wissen! :)
Ansonsten könnt ihr denke ich auch einfach eine glutenfreie Mehlmischung verwenden, wie ihr sie inzwischen in den meisten Supermärkten bekommt.


Haselnuss-Tarte mit Birnen
inspiriert durch dieses Rezept

Zutaten
115 g Butter, zimmerwarm
100 g Xylith
1 Ei
1 TL Vanilleextrakt
110 g Haselnüsse, gemahlen
1 EL Maisstärke
1 Prise Salz
1/2 TL Zimt
5-6 kleine Birnen
2 Handvoll Haselnüsse, ganz

Zubereitung
1. Den Mürbeteig zubereiten und für 1 Stunde in den Kühlschrank legen. Dafür habe ich dieses Rezept verwendet, war aber leider nicht so begeistert, da der Mürbeteig mehlig bleibt.
2. Den Ofen auf 175 °C vorheizen.
3. Die weiche Butter mit dem Xylith cremig schlagen. Wenn eure Birnen sehr süß sind könnt ihr gerne auch etwas weniger Süßungsmittel verwenden.
4. Das Ei und den Vanilleextrakt hinzugeben und für eine weitere Minuten schlagen.
5. Die gemahlenen Haselnüsse mit der Stärke, dem Salz und dem Zimt vermischen und unter die feuchten Zutaten heben.
6. Die Tarteform fetten, mit dem Mürbeteig auskleiden, die Füllung hinein geben und diese glatt streichen.
7. Die Birnen entkernen und in feine Streifen schneiden. Auffächern und in die Füllung drücken.
8. Die Haselnüsse grob hacken und auf der Tarte verteilen, leicht andrücken.
9. Für 30-35 goldbraun backen und vor dem Genießen vollständig abkühlen lassen.



Abgesehen vom Mürbeteig finde ich die Tarte einsame Spitze! Die Kombination Haselnuss und Birne ergibt einen richtig tollen Geschmack - das Nussige harmoniert mit dem Süß-fruchtigen wunderbar. Das Rezept reicht übrigens für eine normale Tarteform, ich habe eine etwas kleinere genommen und daher zusätzlich noch eine Mini-Tarte backen können.


Alles Liebe für euch und bis ganz bald,
Eure Selina 

Sonntag, 15. Oktober 2017

Kürbis-Käsekuchen mit Zimtstreuseln // gluten- & zuckerfrei


Endlich ist meine Lieblingsjahreszeit wieder da und mit ihr kam eine unbändige Lust, zu backen. Während es mir im Sommer viel zu warm ist, um mich in die Küche zu stellen und ich mit Him- und Heidelbeeren meinen Süßes-Jieper stillte, inspirieren mich Kürbis, Maronen und Co. jetzt endlich wieder den Schneebesen zu schwingen und den Ofen anzuheizen.
Den Anfang macht heute dieser cremig-süße Kürbis-Käsekuchen mit knusprigen Zimtstreuseln. Der ist zwar nicht vegan, dafür allerdings glutenfrei und wer mag auch zuckerfrei.

Still war es hier auf dem Blog übrigens wegen diesen zwei Begriffen: glutenfrei und zuckerfrei. Nachdem ich schon mein Leben lang Probleme mit der Haut habe, wurde jetzt endlich (nach dem dröflten Hautarztbesuch) festgestellt, dass ich eine Form der Rosacea habe. Fast alle Ärzte schmetterten meine Frage danach, ob es auch an der Ernährung liegen könne ab. Irgendwann war es mir allerdings zu dumm: Ich fing an, selbst auszuprobieren was meiner Haut gut tat und was passierte, wenn ich bestimmte Lebensmittel aß. Entsprechend habe ich - wie auch schon im letzten Post erwähnt - meine Ernährung umgestellt und verzichte seit mehreren Monaten komplett auf raffinierten Zucker sowie Weißmehl. Seither hat sich meine Haut drastisch verbessert.


Doch wie vereinbart man so etwas mit einem Backblog? Auf dem sich alles um Zucker, Mehl und Butter dreht? Ich bin ganz ehrlich: Mir widerstrebte es zunächst sehr, mich mit all den anderen auf die "Healthy"-Schiene zu begeben, da dies teilweise schlichtweg zu einem Trend geworden zu sein scheint. Aber mir fehlte das Backen, das Bloggen, das Schreiben und das Fotos machen. Ich wollte den Blog wieder aktiv betreiben und ohne schlechtes Gewissen oder Reue leckeren Kuchen essen.
Nachdem ich also lange Zeit hin und her überlegt habe, habe ich endlich einen Entschluss gefasst: Dieser Blog liegt mir am Herzen und er spiegelt mich wieder, schon seit ich ihn begonnen habe. Wenn also die Person, die dahinter steht, sich verändert hat - dann muss es der Blog auch tun.


Was ich damit sagen möchte: Ich mache jetzt keinen auf "healthy" und "raw" und "vegan", sondern backe und poste das, was mir gefällt und vor allem das, was ich selbst auch essen kann! Ich folge damit keinem Trend, ich folge dem, was mein Körper mir sagt - was er essen möchte und was ihm nicht gut tut. Und daher gibt es hier nun das erste Rezept aus dieser neuen Richtung:
Kürbis-Käsekuchen mit Zimtstreuseln in gluten- und zuckerfrei!



Zutaten

Boden & Streusel:
200 g Mandeln, gemahlen
40 g Reismehl
50 g Xylith
50 g Haferflocken
1 TL Zimt
1 TL Vanille, gemahlen
50 g Butter, kalt

Käsekuchen:
450 g Frischkäse, doppelrahmstufe, zimmerwarm
100 g Xylith
2 Eier
1 TL Vanilleextrakt
140 g Kürbispüree*
1/2 TL Zimt

Zubereitung

1. Den Ofen auf 175 °C vorheizen.
2. Für den Boden und die Streusel alle trockenen Zutaten in einer Schüssel mischen.
3. Die kalte Butter in Stücke schneiden und mit den Fingern in die trockenen Zutaten einarbeiten. Kalt stellen.
4. Für den Käsekuchen den Frischkäse mit dem Xylith cremig rühren.
5. Die Eier einzeln hinzugeben, dazwischen stets gut verrühren. Den Vanilleextrakt ebenfalls einrühren.
6. Zuletzt das Kürbispüree und den Zimt untermischen.
7. Eine eckige (Brownie-)Form fetten und den Boden mit Backpapier auslegen.
8. Die Hälfte der Streuselmasse als Boden in der Form andrücken.
9. Die Käsemasse darauf geben und glatt streichen, darauf die andere Hälfte der Streuselmasse gleichmäßig verteilen.
10. Für 45-50 Minuten im heißen Ofen backen, anschließend vollständig erst bei Zimmertemperatur, dann im Kühlschrank auskühlen lassen.

*Kürbispüree könnt ihr ganz einfach selbst machen, indem ihr den Kürbis wascht, halbiert, entkernt und mit den geschnittenen Flächen nach unten auf ein Backblech legt - dann bei 175°C für 35-40 Minuten backen oder bis er weich ist!



Für alle die Käsekuchen lieben, ist dieser Kuchen genau richtig! Er ist wunderbar cremig und weich, zimtig und herbstlich und die knusprigen Streusel machen das Geschmackserlebnis komplett. Dadurch, dass Boden und Streusel aus dem selben Teig gemacht werden, ist der Kuchen dazu in null komma nichts angerührt - dann gilt es nur noch, sich zu gedulden, bis er abgekühlt ist. Ich jedenfalls bin einfach nur zufrieden und gönne mir nun noch ein Stückchen davon - ganz ohne Reue und schlechtes Gewissen!



Eure Selina (die einfach glücklich ist, dass sie endlich wieder bloggen kann!)

Macht's gut und habt eine schöne Zeit :)

Donnerstag, 8. Juni 2017

Holunderblüten-Eis mit Erdbeerswirl und Vanille


Als ich letzten Freitagmorgen meine Bachelor-Arbeit abgeben habe, konnte ich es gar nicht wirklich fassen. Auch später am See oder am Tag danach auf Heimaturlaub bei meinen Eltern fühlte es sich immer noch nicht real an. Heute, fast eine Woche später, tröpfelt langsam die Erkenntnis in meinen Kopf, dass ich tatsächlich FERTIG bin! Klar, es fehlt noch die mündliche Prüfung am Ende des Sommers aber der große Klops, die Bachelor-Arbeit, ist geschafft.
Um ehrlich zu sein habe ich nie gedacht, dass ich das packen würde. Nicht, dass ich überhaupt kein Selbstvertrauen habe, aber irgendwie konnte ich mir einfach nicht vorstellen, dass ich eines Tages an meinem Schreibtisch sitze, den letzten Buchstaben tippe, ein letztes Mal die Quellenangaben kontrolliere und dann ein letztes Mal auf speichern drücke. Als es dann soweit war fühlte es sich an wie in einem Traum und als ich schließlich das gute Stück, gedruckt und gebunden, abgegeben habe, ließen wir, damit ich daraus aufwache, erstmal die Korken knallen!


Und genau die lasse ich jetzt noch mal knallen, denn - wie ihr gemerkt habt - ich bin ZURÜCK!
Der Blog, meine Küche, mein Backofen, die Eismaschine, mein Fotoapparat, meine Tageslichtlampe - sie alle sind endlich wieder Teil meines Lebens! Ich muss nicht mehr Kichererbsensuppe aus der Dose essen (auch wenn die echt lecker ist) und kann endlich wieder experimentieren, Kuchen mit tausenderlei Früchten backen und mich beim Fotos machen austoben. Ich hab's wirklich vermisst!


Während meiner Bachelor-Phase und wahrscheinlich bedingt durch den Stress hat meine Haut ziemlich verrückt gespielt. Diverse Dermatologen konnten mir nicht sagen, was das Problem ist, also habe ich in Eigenregie mal verschiedene Lebensmittel weggelassen. Die ausgeprägteste Veränderung stellte sich ein, als ich Zucker weggelassen habe - und zwar komplett! Das war wirklich eine Herausforderung (vor allem weil wirklich überall Zucker zugesetzt ist) und nach einiger Zeit habe ich gute oder weniger gute Ersatzsüßungsmittel ausprobiert - und Xylith für mich entdeckt. Abgesehen davon bin ich vor allem Fan von Datteln und Bananen geworden.
Aus diesem Grund habe ich dieses Eis auch mit Xylith zubereitet aber ihr könnte natürlich ganz problemlos normalen Zucker verwenden.
Denn egal wie: Dieses Eis ist ein echter Kracher!!


Wenn bei euch noch Holunder blüht dann nichts wie an die Sträucher und Büsche und geerntet - und dann nehmt ihr euch am besten gleich eine ausreichend große Schüssel um das Eis zu schnabulieren, so wie ich. Ehrlich, das Zusammenspiel aus dem blumigen Holunder-Geschmack und fruchtig-süßen Erdbeeren ist einfach der Wahnsinn. Aber bevor ihr jetzt in meinem Schreibmonsun untergeht gebe ich euch endlich das Rezept!
 

Holunderblüten-Eis mit Erdbeerswirl und Vanille

Zutaten
600 ml Vollmilch
450 ml Sahne 
160 g Zucker (ich habe Xylith genommen)
1 Prise Salz
100 g frische Holunderblüten (nicht waschen)
1 Vanilleschote
2 EL Speisestärke
80 g Frischkäse

100 g Erdbeeren

Zubereitung
- In einem großen Topf Vollmilch, Sahne, Zucker und Salz verrühren und erhitzen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Dann die Holunderblüten hinein geben und für ca. 5 Minuten köcheln lassen.
- Vollständig abkühlen lassen und für einige Stunden, am besten über Nacht, ziehen lassen.
- Die Mischung durch ein Sieb geben und 5 EL davon mit der Speisestärke vermischen. Die Vanilleschote auskratzen und zusammen mit dem Rest erneut aufkochen und dann unter Rühren die Speisestärkemischung einrühren, bis die Milchmischung im Topf andickt. Die Schote entnehmen.
- Auf Kühlschranktemperatur abkühlen lassen und schließlich in die Eismaschine oder in eine Form, die für den Gefrierschrank geeignet ist, geben.
- Ohne Eismaschine entnehmt ihr einfach alle 20 Minuten die Form und mischt alles mit einer Gabel gut durch, bis das Eis gefroren ist.
- Bevor es jedoch ganz gefroren ist, püriert ihr die Erdbeeren, gebt das Püree auf das Eis und mischt es leicht unter.



Eure Selina 

Mittwoch, 8. März 2017

Schokoladen-Heidelbeer-Kuchen // Oder der beste Schokokuchen des Universums



Im letzten Monat ist keine Woche vergangen, in der ich diesen Kuchen nicht gebacken habe. Erst einfach so, aus Lust auf Schokolade, dann zum Geburtstag für meinen Papa, zum Meeting mit Mawayoflife und dann noch mal einfach so. Weil er einfach der Wahnsinn ist! Nicht nur Geschmacklich ist er ein echter Hit, das Beste sind die simplen Zutaten, die im Zusammenspiel saftig-schokoladige Wunder vollbringen. Oft habe ich Lust etwas zu backen, dann fehlt mir aber z.B. Saure Sahne oder Buttermilch oder Mandelmehl. Und das meistens dann Sonntagsabends und ihr könnt euch meine regelmäßige Enttäuschung vorstellen.
Das kann bei diesem Schokokuchen nicht passieren, Mehl, Butter, Zucker, Eier, Kakaopulver, das war's im Grunde auch schon. Plus: Der Kuchen kann nach zehn Minuten in den Ofen. Also ein echtes In-Null-Komma-Nix-Kuchenwunder!


Wenn also demnächst mal wieder eine Gelegenheit ist, einen Kuchen mitzubringen, könnt ihr euch sicher denken, auf Welchen den Wahl fallen wird! Denn wer mag schon keinen Schokokuchen?
Die Heidelbeeren sind übrigens nur optional, er schmeckt auch ohne wunderbar. Und wisst ihr, was ich jetzt tun werde? Vom Kuchen träumen (der ist nämlich schon lange leer) und mich wieder an meine Bachelorarbeit setzen.
Die ist übrigens auch der Grund warum es hier etwas ruhiger ist und vermutlich noch einige Zeit bleiben wird. Natürlich versuche ich, trotzdem etwas zu posten - aber wenn ich einmal tief in der Arbeit drin stecke komme ich da so leicht nicht mehr raus. Ich hoffe, ihr könnt mir verzeihen! :)

Schoko-Heidelbeer-Kuchen


Zutaten
115 g Butter, weich
225 g Zucker
150 g Mehl
55 g Kakaopulver
2 TL Backpulver
1 Prise Salz
1 TL Vanilleextrakt
2 Eier
120 ml Milch
150 g Heidelbeeren (optional)

Zubereitung
• Butter und Zucker einige Minuten cremig rühren.
• Mehl, Kakaopulver und Backpulver in eine Schüssel sieben.
• Vanilleextrakt zur Butter-Zucker-Mischung geben.
• Eier nach einander ebenfalls hinzugeben., dazwischen immer gut rühren.
• Die Mehlmischung gemeinsam mit der Milch hin zugeben und unterrühren, bis alles gut vermischt ist.
• Zuletzt die Heidelbeeren unterheben.
• In eine gebutterte und mit Backpapier ausgelegte Kastenform geben.
• Im vorgeheizten Ofen bei 175 °C für 50-60 Minuten backen.


So leicht wird's gemacht und während der Kuchen im Ofen ist wächst die Vorfreude nur weiter. Er duftet soo gut!
Wer mag kann dann noch eine einfache Ganache zubereiten, ich hacke dafür ungefähr 100 g dunkle Kuvertüre und rühre einen Esslöffel Butter hinein. Dann über den abgekühlten Kuchen geben. 
Habt ihr auch so einen Kuchen, den ihr liebt und der einfach immer geht? So ein richtiger Klassiker, auf den ihr öfter zurück greift? Lasst es mich unbedingt wissen - meistens sind solche Kuchen nämlich einfach die Besten! :)


Jetzt bleibt mir nichts mehr zu sagen, als dass ich hoffe, dass der Frühling bald mit seinen zwitschernde Vögelchen, bunten Knospen und strahlend blauem Himmel vor der Tür steht. Und wir alle ein Stück Schokokuchen auf dem Balkon genießen können. Ich habe richtig Sehnsucht!

Also macht's gut und bis hoffentlich bald,
Eure Selina