Donnerstag, 7. Dezember 2017

Spekulatius-Tiramisu mit Rotwein-Kirschen // glutenfrei & zuckerfrei

Heute habe ich den perfekten Nachtisch für Weihnachten für euch! Denn zu Weihnachten darf es ruhig etwas besonderes sein, ohne, dass man dafür Stunden lang in der Küche stehen muss - und am besten sollte man es schon im Voraus zubereiten können. Dafür eignet sich das Spekulatius-Tiramisu mit Quark und Rotwein-Kirschen hervorragend. Den Spekulatius für das Rezept habe ich beispielsweise schon zwei Tage, bevor ich es verwendet habe, gebacken und die Rotweinkirschen habe ich einfach in einer Schüssel über Nacht durchziehen lassen. Am Ende muss nur noch die Creme zubereitet werden und die ist wirklich denkbar einfach - und dazu noch richtig lecker, gleichzeitig jedoch nicht zu mächtig, da der Mascarpone mit Magerquark ergänzt wird.

Natürlich müsst ihr den Spekulatius keinesfalls selbst backen (ich wollte ihn eben gluten- und zuckerfrei haben), sondern könnt ihn jederzeit einfach im Supermarkt kaufen. Auch müssen die Kirschen nicht im Rotwein baden, ihr könnt sie auch direkt aus dem Glas verwenden (schmeckt auch sehr gut) und das Tiramisu somit kinderfreundlich und noch einfacher machen. 
Bei mir gab es das Dessert zu meinem Geburtstag, als die ganze Familie um den großen Esstisch bei meinen Eltern saß. Ich für meinen Teil habe wahrscheinlich alleine ein viertel der Auflaufform gegessen, so gut hat es mir geschmeckt. Zum Glück habe ich dann beschlossen, das Rezept unbedingt fotografieren und mit euch teilen zu wollen, denn so kann ich jetzt direkt zu meinem Kühlschrank wandern und mir noch so ein halbes Glas gönnen. Oder ein Ganzes. Das Spekulatius-Tiramisu ist nämlich so gemein lecker, dass man gar nicht aufhören kann.


Spekulatius-Tiramisu mit Rotwein-Kirschen
für 5 große Gläser oder eine Auflaufform

Zutaten
Für den glutenfreien Spekulatius
200 g Butter
200 g Xylith (oder regulärer Zucker)
1 Ei
400 g glutenfreies Mehl
2 TL Maisstärke
50 g gemahlene Mandeln
2 TL Spekulatiusgewürz
1 Prise Salz

Für die Kirschen
1 großes Glas Sauerkirschen
250 ml Rotwein
1/2 TL Spekulatiusgewürz

Für den Creme
250 g Mascarpone, zimmerwarm
100 g Xylith (oder regulärer Puderzucker)
250 g Magerquark, zimmerwarm
200 ml Sahne
1 TL gemahlene Vanille
1 TL Zimt

Zubereitung
1. Den Spekulatius zubereiten: Dafür Die Butter mit dem Xylith schaumig schlagen. Das Ei hinzugeben und gut untermischen. Das Mehl mit der Stärke, den Mandeln, dem Spekulatiusgewürz und dem Salz vermischen. Zu den feuchten Zutaten geben und untermischen. Zuletzt mit den Händen auf der Arbeitsfläche zu einem glatten Teig verarbeiten. In Frischhaltefolie wickeln und für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank geben.
2. Nach einer Stunde den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen und den Teig aus dem Kühlschrank nehmen. Auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen. Dann mit einem Pizzaroller in Quadrate oder andere Formen schneiden - welche, ist ganz egal, da der Spekulatius am Ende zerbröstelt wird - und für 10 bis 15 Minuten backen. Vollständig abkühlen lassen.
3. Nun die Kirschen gemeinsam mit dem Rotwein und dem Gewürz in einen Topf geben und aufkochen lassen. Wer möchte, dass noch Alkohol im Wein bleibt, den Topf vom Herd nehmen und für 2 bis 3 Stunden ziehen lassen. Andernfalls einfach für fünf Minuten köcheln lassen, sobald die Kirschen abgekühlt sind, können sie direkt verwendet werden.
4. Für die Creme wird der Mascarpone mit dem Xylith für einige Minuten gut verrührt. Dann wird der Quark hinzu geben und alles nochmal gut vermischt. Die Sahne wird mit der Vanille und dem Zimt steif geschlagen und anschließend in zwei Portionen unter die Quarkmischung gehoben.
5. Das Schichten: Es wird mit einer Schicht Spekulatius begonnen, der in ein Einmachglas o.ä. gebröselt wird - darauf achten, dass unterschiedlich große Stückchen entstehen. Anschließend wird er mit einer Schicht der Quarkcreme (ich habe sie in einen Spritzbeutel mit Sterntülle gefüllt) getoppt. Auf dieser werden die Kirschen verteilt. Dann noch eine Schicht Spekulatius und als letztes mit der Quarkcreme abschließen. 
6. Für mindestens fünf Stunden durchziehen lassen. Das Gute am Einmachglas ist, dass ihr einfach den Deckel darauf drehen und sie so im Kühlschrank deponieren könnt. Kurz vor dem Servieren das Tiramisu mit einigen feinen Spekulatius-Krümeln sowie Zimt verzieren.


So aufwendig, wie das Rezept auf den ersten Blick aussieht, ist es gar nicht. Die Schritte sind alle einfach und schnell gemacht und ehe man sich versieht, hat man das perfekte Weihnachtsdessert vor sich stehen. Probiert es doch mal aus und lasst mich wissen, wie es euch geschmeckt hat.

Jetzt wünsche ich euch eine wunderbare und entspannte Vorweihnachtszeit! 
Eure Selina 

Samstag, 2. Dezember 2017

Gesunde Elisen-Lebkuchen // vegan, glutenfrei & zuckerfrei


Für mich beginnt die Weihnachtszeit immer mit meinem Geburtstag. Immer einen Tag vor dem ersten Adventskalendertürchen, immer in der Woche des weihnachtlichen Schmückens, immer bei nebligem Wetter, immer kurz vor dem ersten Advent und immer mein liebster Tag im Jahr. Dieses Jahr lag sogar Schnee, genau wie ich es mir gewünscht habe. Denn ich liebe Schnee! Auf dem Weg von Mannheim in den Odenwald zu meiner Familie geht es eigentlich stetig bergauf - und irgendwann waren die Wiesen vor den Autofenstern gepudert, die Baumwipfel mit Frost bedeckt und je weiter wir fuhren, desto friedlicher und weißer wurde es. Als wir ankamen schwebte leiser Schnee vom Himmel und ich hätte nicht glücklicher sein können.


Wir machten es uns vor dem Kamin gemütlich, tranken Tee und Kaffee, aßen ein Stück meines Lieblingskäsekuchens, den meine Mama jedes Jahr nach genau dem selben Rezept backt sowie diese leckeren Elisenlebkuchen. Im Gegensatz zum Käsekuchen - und ich finde man darf an seinem Geburtstag ruhig sündigen - sind die Lebkuchen sowohl vegan und zuckerfrei als auch glutenfrei. Gesüßt werden sie mit Agavendicksaft (oder wahlweise Honig, für eine unvegane Variante) und sie sind soo saftig, das ist schon fast unanständig.


Gesunde Elisen-Lebkuchen
für ca. 20 Stück

Zutaten
400 g Haselnüsse
2 TL Lebkuchengewürz
1 Prise Salz
1 Orange
50 g Kokosöl, flüssig
130 g Agavendicksaft oder Honig
3 EL Apfelmus
50 g getrocknete Aprikosen (ungesüßt)
ca. 20 Oblaten
100 g zuckerfreie Schokolade (ich habe welche von Xucker verwendet)
Mandelplättchen für die Deko

Zubereitung
1. Die Aprikosen in eine Schüssel geben und mit heißem Wasser übergießen, für 15 Minuten ziehen lassen und anschließend in kleine Stücke schneiden.
2. Den Ofen auf 175 °C Unter- Oberhitze vorheizen.
3. Die Haselnüsse mit dem Gewürz und dem Salz in einer Schüssel vermischen.
4. Die Schale der Orange abreiben.
5. In einer zweiten Schüssel das Kokosöl, das Süßungsmittel, das Apfelmus sowie die Orangenschale vermischen.
6. Die feuchten Zutaten sowie die Aprikosen zu den trockenen Zutaten geben und alles gut vermischen - ich benutze dazu am liebsten meine Hände. :)
7. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und die Oblaten darauf verteilen.
8. Auf den Oblaten jeweils 1-2 TL von der Lebkuchenmasse verteilen - je nach dem, welche Größe eure Oblaten haben. Ich habe die Größen variiert und am Ende insgesamt ungefähr 20 unterschiedlich große Lebkuchen heraus bekommen. Wenn ihr nur Kleine macht, werden es eher so um die 25 Stück.
9. Die Lebkuchen in Form drücken, sodass sie schön rund und glatt sind, dafür könnt ihr gerne eure Finger mit etwas Wasser anfeuchten.
10. Im vorgeheizten Ofen für ca. 12 Minuten (die Großen brauchen ca. 15 Minuten) backen.
11. Die Lebkuchen komplett auskühlen lassen, dann die Schokolade schmelzen und sie mit dieser - sowie mit den Mandelblättchen - verzieren.

Diese saftig-süßen, weihnachtlich-würzigen Lebkuchen lege ich euch hiermit wärmstens ans Herz. Ich glaube, ich muss noch eine Fuhre davon machen - das wäre dann inzwischen die Dritte - so gut sind sie! Und gesund noch dazu. :)

Eure Selina