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Samstag, 2. Dezember 2017

Gesunde Elisen-Lebkuchen // vegan, glutenfrei & zuckerfrei


Für mich beginnt die Weihnachtszeit immer mit meinem Geburtstag. Immer einen Tag vor dem ersten Adventskalendertürchen, immer in der Woche des weihnachtlichen Schmückens, immer bei nebligem Wetter, immer kurz vor dem ersten Advent und immer mein liebster Tag im Jahr. Dieses Jahr lag sogar Schnee, genau wie ich es mir gewünscht habe. Denn ich liebe Schnee! Auf dem Weg von Mannheim in den Odenwald zu meiner Familie geht es eigentlich stetig bergauf - und irgendwann waren die Wiesen vor den Autofenstern gepudert, die Baumwipfel mit Frost bedeckt und je weiter wir fuhren, desto friedlicher und weißer wurde es. Als wir ankamen schwebte leiser Schnee vom Himmel und ich hätte nicht glücklicher sein können.


Wir machten es uns vor dem Kamin gemütlich, tranken Tee und Kaffee, aßen ein Stück meines Lieblingskäsekuchens, den meine Mama jedes Jahr nach genau dem selben Rezept backt sowie diese leckeren Elisenlebkuchen. Im Gegensatz zum Käsekuchen - und ich finde man darf an seinem Geburtstag ruhig sündigen - sind die Lebkuchen sowohl vegan und zuckerfrei als auch glutenfrei. Gesüßt werden sie mit Agavendicksaft (oder wahlweise Honig, für eine unvegane Variante) und sie sind soo saftig, das ist schon fast unanständig.


Gesunde Elisen-Lebkuchen
für ca. 20 Stück

Zutaten
400 g Haselnüsse, gemahlen
2 TL Lebkuchengewürz
1 Prise Salz
1 Orange
50 g Kokosöl, flüssig
130 g Agavendicksaft oder Honig
3 EL Apfelmus
50 g getrocknete Aprikosen (ungesüßt)
ca. 20 Oblaten
100 g zuckerfreie Schokolade (ich habe welche von Xucker verwendet)
Mandelplättchen für die Deko

Zubereitung
1. Die Aprikosen in eine Schüssel geben und mit heißem Wasser übergießen, für 15 Minuten ziehen lassen und anschließend in kleine Stücke schneiden.
2. Den Ofen auf 175 °C Unter- Oberhitze vorheizen.
3. Die Haselnüsse mit dem Gewürz und dem Salz in einer Schüssel vermischen.
4. Die Schale der Orange abreiben.
5. In einer zweiten Schüssel das Kokosöl, das Süßungsmittel, das Apfelmus sowie die Orangenschale vermischen.
6. Die feuchten Zutaten sowie die Aprikosen zu den trockenen Zutaten geben und alles gut vermischen - ich benutze dazu am liebsten meine Hände. :)
7. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und die Oblaten darauf verteilen.
8. Auf den Oblaten jeweils 1-2 TL von der Lebkuchenmasse verteilen - je nach dem, welche Größe eure Oblaten haben. Ich habe die Größen variiert und am Ende insgesamt ungefähr 20 unterschiedlich große Lebkuchen heraus bekommen. Wenn ihr nur Kleine macht, werden es eher so um die 25 Stück.
9. Die Lebkuchen in Form drücken, sodass sie schön rund und glatt sind, dafür könnt ihr gerne eure Finger mit etwas Wasser anfeuchten.
10. Im vorgeheizten Ofen für ca. 12 Minuten (die Großen brauchen ca. 15 Minuten) backen.
11. Die Lebkuchen komplett auskühlen lassen, dann die Schokolade schmelzen und sie mit dieser - sowie mit den Mandelblättchen - verzieren.

Diese saftig-süßen, weihnachtlich-würzigen Lebkuchen lege ich euch hiermit wärmstens ans Herz. Ich glaube, ich muss noch eine Fuhre davon machen - das wäre dann inzwischen die Dritte - so gut sind sie! Und gesund noch dazu. :)

Eure Selina 

Freitag, 17. November 2017

Gesunder Spekulatius-Aufstrich // vegan, zuckerfrei & glutenfrei


Ich liebe ja Marmelade. Und zwar abgöttisch! Gebt mir ein Sauerteigbrot mit einer dicken Schicht Butter und einer dunklen, beerigen Marmelade darauf und ich bin glücklich. Das bringt mich sofort zurück in meine Kindheit, in die warme Küche meiner Oma, die mir, nachdem ich bei ihr übernachtet habe, eine dicke Scheibe Brot abschneidet, die Butter großzügig darauf verteilt - und darauf dann ihr immer einen Ticken zu flüssiges, selbst gemachtes Brombeergelee. So gut!
Heutzutage ist mein Verhängnis die Mama meines Freundes: In ihre Marmeladenkreationen könnte ich mich regelmäßig reinsetzen. Brombeer-Amarettini, Zwetschge-Apfel-Birne, Aprikose-Kokos, allein die Namen klingen schon toll.
Aber was macht man, wenn man keinen Zucker mehr isst? In meinem Fall: Erstmal laut heulen.

Im Sommer habe ich aus frischen Beeren dann gesunde Marmelade mit Chia-Samen nach diesem Rezept gekocht. Aber jetzt? Jetzt möchte ich etwas weihnachtliches, am liebsten das Nougatmousse aus dem Bioladen oder eben einfach die Weihnachtsmarmelade der Mutter meines Freundes mit ganz viel Zimt und Nelken. Stattdessen musste ich mir jetzt also meinen eigenen, gesunden Brotaufstrich zusammen mixen und bin dabei hier gelandet.
Und darüber bin ich richtig froh, denn der Spekulatius-Aufstrich ist ein echtes Träumchen, das meine Sehnsucht nach den etwaigen Marmeladen gekonnt befriedigt. Gesüßt wird mit Datteln und die Grundbasis besteht aus Mandelmus, das durch Cashewkerne noch eine besondere, süßlichere Note bekommt. Meine absolute Empfehlung!


Gesunder Spekulatius-Aufstrich
leicht abgewandelt nach diesem Rezept

Zutaten
230 g Mandeln / oder Mandelmus
50 g Cashewkerne 
2 TL Spekulatiusgewürz
5 EL Mandelmilch
4 Medjool-Datteln (oder 6 Normale, in warmem Wasser eingeweichte)
1 Prise Vanille, gemahlen

Zubereitung
1. Die Mandeln im Mixer zu einem feinen Mus verarbeiten. Dafür braucht ihr ein wenig Geduld und einen starken Mixer, da das bis zu 10 Minuten dauern kann und ihr eurem Mixer zwischendurch am besten kleine Pausen gönnt. Oder ihr benutzt einfach Mandelmus.
2. Das Mandelmus mit den restlichen Zutaten im Mixer für einige Minuten zu einer cremigen Masse verarbeiten. Bei Bedarf mehr Flüssigkeit hinzu geben.
3. In Gläser füllen und im Kühlschrank aufbewahren.

Übrigens: Bei mir hat die Masse für drei kleine Glaser gereicht, zwei davon seht ihr auf den Bildern!

In meinem Kühlschrank lagern jetzt also zwei kleine Gläschen mit der köstlichen Creme (das eine schon fast leer) und auch meinen Eltern habe ich eins mitgebracht. Obwohl die beiden ebenfalls große Marmeladenfans sind (der Apfel fällt eben nicht weit vom Birnbaum) schmeckt ihnen der Aufstrich sehr gut.
Jetzt bin ich gespannt, wie er euch schmeckt und ob ihr Lust habt, ihn mal auszuprobieren.
Glaubt mir: Es lohnt sich! :)

Eure Selina 

Samstag, 4. November 2017

Maronenmuffins mit Schokoguss // gluten- & zuckerfrei


Letzte Woche bin ich ganz aufgegangen in meiner Liebeserklärung an das Herzstück des Herbstes: dem Kürbis. Doch dieser ist nicht mein alleiniger Liebling, sondern bekommt auch dieses Jahr wieder kräftige Konkurrenz von der Marone. Nach einer kleinen Recherche wurde ich aufgeklärt, dass die Marone eine sogenannte "Nussfrucht" ist und eben jener möchte ich das heutige Rezept widmen.



Kaum etwas ruft für mich so sehr Herbst! wie die Heiße-Maroni-Stände die gerade hier und da in der Fußgängerzone auftauchen. Oder eine auf dem Herd köchelnde, cremige Maronen-Suppe. Oder geröstete Maroni direkt aus dem Ofen mit ein bisschen süßer Butter. Oder einfach diese wunderbar saftigen Maronenmuffins mit Schokoladenhaube. Die sind nicht nur glutenfrei sondern auch wieder zuckerfrei zuzubereiten.





Maronenmuffins mit Schokoguss
für 12 Stück

Zutaten
200 g Maronen, vorgegart
4 EL Wasser
3 Eier
90 g Xylith
100 g gemahlene Mandeln
1 TL Backpulver
1/2 TL Zimt

200 ml Sahne
150 g Zartbitter-Schokolade

Zubereitung
1. Den Ofen auf 170 °C vorheizen.
2. Die vorgegarten Maronen zusammen mit dem Wasser zu einer feinen Paste pürieren. Falls diese noch zu bröselig sein sollten, ein bisschen mehr Wasser hinzugeben, bis eine streichfähige Creme entstanden ist.
3. Die Eier zusammen mit dem Xylith mehrere Minuten auf hoher Stufe hell und schaumig schlagen.
4. Die trockenen Zutaten in einer Schüssel mischen.
5. Ein Drittel der Eimischung zu der Maronencreme geben und gut vermischen.
6. Die trockenen Zutaten hinzu geben und ebenfalls unterrühren.
7. Nun die restliche Eimischung in zwei Schritten vorsichtig unter die Masse heben.
8. In Muffinförmchen füllen und im heißen Ofen für 25-30 Minuten backen.
9. Zwischenzeitlich die Ganache vorbereiten: Dazu die Schokolade hacken. Die Sahne aufkochen und über die Schokolade geben. Nach 5 Minuten umrühren und abkühlen lassen.
10. Die Muffins abkühlen lassen und mit der Ganache verzieren.

Es gibt zwar unzählige Muffin-Rezepte dort draußen und auch auf diesem Blog sind einige verewigt - trotzdem bleiben diese Exemplare meine unangefochtene Nummer 1. Ich könnte mich jedes Mal hinein legen in diese cremige Nussigkeit, das Zusammenspiel von Schokoladenguss und luftig-saftigem Teig. Hach!
Ich hoffe, ihr probiert sie auch einmal aus und lasst euch von dem warmen Herbstgefühl, das sie mitbringen, anstecken. :)

Einen wunderbaren Sonntag,
eure Selina 

Sonntag, 29. Oktober 2017

Kürbis-Donuts mit Honig-Frischkäse-Frosting // gluten- und zuckerfrei


Es ist jedes Jahr das Selbe. Immer wenn die Kürbis-Zeit offiziell beginnt, gibt es für mich kein Halten mehr. Überall springen mir Kürbisse ins Auge, besonders hübsche Exemplare oder solche, die mir gänzlich unbekannt sind hüpfen in meinen Einkaufskorb und auf meiner Anrichte stapeln sich immer mehr von dem hübschen runden Gemüse. Und dann beginnt der Wahn: Ich möchte möglichst alles mit Kürbissen machen, jedes Kürbis-Rezept ausprobieren und mich am liebsten nur noch von ihnen ernähren, bis die Kürbiszeit viel zu schnell wieder vorüber ist.


Ganz oben auf meiner Liste steht dabei der Klassiker: Kürbissuppe. Am besten mit Butternut, Kokosmilch und ordentlich Ingwer. Aber auch der simple Ofenkürbis mit Rosmarin und Feta hat mein Herz ganz schnell gewonnen. Oder wie wäre es mit einer saftigen Kürbisquiche? Kürbisrisotto ist übrigens auch eine wirklich feine Sache, dafür benutze ich am liebsten den klassischen Hokaido. Letztes Jahr habe ich mit diesem auch eine wahnsinnig leckere Kürbis-Orangen-Marmelade fabriziert und träume noch immer von ihr.
Hokkaido eignet sich übrigens auch am besten für alle süßen Backrezepte in denen nach einem Kürbis gefragt wird. Wer in den USA lebt kann sich glücklich schätzen, denn dort wird Kürbispüree direkt in Dosen verkauft - wir in Deutschland müssen uns das selbst herstellen.
Allerdings ist es total einfach und hier habt ihr eine wirklich sehr kurze und einfache Anleitung:



Kürbis-Püree selbst machen
1. Einen Hokkaido-Kürbis waschen und halbieren.
2. Die Kerne und Fasern mit einem Löffel ordentlich entfernen.
3. Ein Backblech mit Backpapier belegen und die Kürbishälfen mit der geschnittenen Seite nach unten darauf platzieren.
4. Bei 175° C für ca. 30 Minuten backen, nach ca. 20 Minuten könnt ihr schon mit einem Messer testen, ob der Kürbis weich ist.
5. Abkühlen lassen und das Fruchtfleisch von der Haut entfernen - dieses müsst ihr nicht einmal pürieren, da es bereits die richtige Konsistenz hat. Oder ihr püriert es mitsamt der Haut, da diese essbar ist!




Wenn ihr das Püree dann fertig habt, könnt ihr ein bisschen davon abmessen und zusammen mit ein paar anderen Zutaten zu diesen schmackhaften Kürbis-Donuts mit Frischkäse-Frosting verarbeiten. Das würde ich euch im übrigen sehr empfehlen. :) Den Rest des Pürees friert ihr einfach für die nächste Backsession oder Turbo-Kürbissuppe ein.

Kürbis-Donuts mit Honig-Frischkäse-Frosting
für 6 Stück

Zutaten
30 g Kokosmehl
2 EL Maisstärke
1/2 TL Backpulver
1/2 TL Natron
1/2 TL Zimt
1/4 TL Muskatnuss, gemahlen
1/4 TL Nelken, gemahlen
1 Prise Salz
2 Eier
150 g Kürbispüree
60 ml Kokosöl, geschmolzen
3 EL Agavendicksaft
1 TL Vanilleextrakt

Für das Frosting benötigt ihr: ca. 90 g Frischkäse, ca. 1 EL Milch und 3 TL Honig

Zubereitung
1. Den Ofen auf 175°C vorheizen und ein Donutblech sehr gut fetten. Falls ihr kein Donutblech habt, könnt ihr dieses nach dieser Anleitung wunderbar selbst aus einem Muffinblech basteln.
2. Die trockenen Zutaten in einer großen Schüssel gut vermischen.
3. Eier, Kürbispüree, Kokosöl, Agavendicksaft und Vanilleextrakt ebenfalls gut vermischen.
4. Die feuchten zu den trockenen Zutaten geben und mit einem Löffel oder Teigschaber verrühren - jedoch nur so lange, bis ein glatter Teig entstanden ist.
5. In einen Spritzbeutel oder eine Gefriertüte füllen und gleichmäßig in die Vertiefungen der Donutform füllen.
6. Im heißen Ofen für 10-12 Minuten backen.
7. Einige Zeit in der Form abkühlen lassen und wenn sie lauwarm sind vorsichtig stürzen.
8. Für das Frosting Frischkäse, Milch und Honig glatt rühren. Je nach Konsistenz des Frischkäses und Flüssigkeit des Honigs so lange anpassen, bis die Konsistenz stimmt und sich problemlos auf die Donuts geben lässt. 
9. Wenn die Donuts vollständig abgelühlt sind mit dem Frosting und einigen Kürbiskernen verzieren.


Die Donuts waren schneller verschwunden, als ich gucken konnte - sechs Stück sind nunmal doch etwas wenig. :) Sie schmecken wunderbar herbstlich und weich, saftig, ganz leicht nach Kokosnuss und ich bin ein großer Fan des Zusammenspiels aus warmen Gewürzen und frischem, kühlem Frischkäsefrosting! Zum Glück für mich, meinen Freund und vor allem für euch sind die Donuts innerhalb weniger Minuten angerührt und fertig gebacken, sodass ihr allerhöchstens 20 Minuten braucht, bis ihr eure Donut-Lust stillen könnt. 
Das klingt doch gut, oder?


Ich wünsche euch ganz viel Spaß beim Backen!


Eure Selina 

Samstag, 21. Oktober 2017

Haselnuss-Tarte mit Birnen // gluten- und zuckerfrei


Die letzten Tage hat der Altweibersommer hier in der Gegend noch mal alles gegeben - goldene Blätter, orangerotes, raschelndes Laub auf den Wiesen, das Blau des Himmels, wie es nur im Herbst ist, angenehm wärmende Sonnenstrahlen, dunstige Berge am Horizont, eine laue Brise und die Gewissheit, dass diese Welt einfach schön ist. Wenn ich in so einer Stimmung bin, also einfach froh hier und jetzt zu leben, überkommt mich jedes Mal die Lust, durch die Küche zu wirbeln und wunderbar herbstliche Dinge zu zaubern. So ist auch diese saftige Haselnuss-Tarte mit Birne entstanden, die - wie sollte es anders sein - glutenfrei und wahlweise zuckerfrei ist.

Ich süße ja nur noch mit Xylith, sowie Honig oder Agavendicksaft - aber natürlich könnt ihr sehr gerne auch normalen Zucker verwenden! Das ist das Schöne am Xylith: Die Süßkraft entspricht ziemlich genau der von Zucker und ihr könnt es problemlos austauschen. 
Den Mürbeteig für den Boden habe ich nach diesem Rezept zubereitet - war aber leider nicht so begeistert, da der Mürbeteig recht mehlig schmeckt. Wenn ihr einen besseren bzw. einen glutenfreien Lieblings-Mürbeteig habt, lässt es mich sehr gerne in den Kommentaren wissen! :)
Ansonsten könnt ihr denke ich auch einfach eine glutenfreie Mehlmischung verwenden, wie ihr sie inzwischen in den meisten Supermärkten bekommt.


Haselnuss-Tarte mit Birnen
inspiriert durch dieses Rezept

Zutaten
115 g Butter, zimmerwarm
100 g Xylith
1 Ei
1 TL Vanilleextrakt
110 g Haselnüsse, gemahlen
1 EL Maisstärke
1 Prise Salz
1/2 TL Zimt
5-6 kleine Birnen
2 Handvoll Haselnüsse, ganz

Zubereitung
1. Den Mürbeteig zubereiten und für 1 Stunde in den Kühlschrank legen. Dafür habe ich dieses Rezept verwendet, war aber leider nicht so begeistert, da der Mürbeteig mehlig bleibt.
2. Den Ofen auf 175 °C vorheizen.
3. Die weiche Butter mit dem Xylith cremig schlagen. Wenn eure Birnen sehr süß sind könnt ihr gerne auch etwas weniger Süßungsmittel verwenden.
4. Das Ei und den Vanilleextrakt hinzugeben und für eine weitere Minuten schlagen.
5. Die gemahlenen Haselnüsse mit der Stärke, dem Salz und dem Zimt vermischen und unter die feuchten Zutaten heben.
6. Die Tarteform fetten, mit dem Mürbeteig auskleiden, die Füllung hinein geben und diese glatt streichen.
7. Die Birnen entkernen und in feine Streifen schneiden. Auffächern und in die Füllung drücken.
8. Die Haselnüsse grob hacken und auf der Tarte verteilen, leicht andrücken.
9. Für 30-35 goldbraun backen und vor dem Genießen vollständig abkühlen lassen.



Abgesehen vom Mürbeteig finde ich die Tarte einsame Spitze! Die Kombination Haselnuss und Birne ergibt einen richtig tollen Geschmack - das Nussige harmoniert mit dem Süß-fruchtigen wunderbar. Das Rezept reicht übrigens für eine normale Tarteform, ich habe eine etwas kleinere genommen und daher zusätzlich noch eine Mini-Tarte backen können.


Alles Liebe für euch und bis ganz bald,
Eure Selina 

Sonntag, 15. Oktober 2017

Kürbis-Käsekuchen mit Zimtstreuseln // gluten- & zuckerfrei


Endlich ist meine Lieblingsjahreszeit wieder da und mit ihr kam eine unbändige Lust, zu backen. Während es mir im Sommer viel zu warm ist, um mich in die Küche zu stellen und ich mit Him- und Heidelbeeren meinen Süßes-Jieper stillte, inspirieren mich Kürbis, Maronen und Co. jetzt endlich wieder den Schneebesen zu schwingen und den Ofen anzuheizen.
Den Anfang macht heute dieser cremig-süße Kürbis-Käsekuchen mit knusprigen Zimtstreuseln. Der ist zwar nicht vegan, dafür allerdings glutenfrei und wer mag auch zuckerfrei.

Still war es hier auf dem Blog übrigens wegen diesen zwei Begriffen: glutenfrei und zuckerfrei. Nachdem ich schon mein Leben lang Probleme mit der Haut habe, wurde jetzt endlich (nach dem dröflten Hautarztbesuch) festgestellt, dass ich eine Form der Rosacea habe. Fast alle Ärzte schmetterten meine Frage danach, ob es auch an der Ernährung liegen könne ab. Irgendwann war es mir allerdings zu dumm: Ich fing an, selbst auszuprobieren was meiner Haut gut tat und was passierte, wenn ich bestimmte Lebensmittel aß. Entsprechend habe ich - wie auch schon im letzten Post erwähnt - meine Ernährung umgestellt und verzichte seit mehreren Monaten komplett auf raffinierten Zucker sowie Weißmehl. Seither hat sich meine Haut drastisch verbessert.


Doch wie vereinbart man so etwas mit einem Backblog? Auf dem sich alles um Zucker, Mehl und Butter dreht? Ich bin ganz ehrlich: Mir widerstrebte es zunächst sehr, mich mit all den anderen auf die "Healthy"-Schiene zu begeben, da dies teilweise schlichtweg zu einem Trend geworden zu sein scheint. Aber mir fehlte das Backen, das Bloggen, das Schreiben und das Fotos machen. Ich wollte den Blog wieder aktiv betreiben und ohne schlechtes Gewissen oder Reue leckeren Kuchen essen.
Nachdem ich also lange Zeit hin und her überlegt habe, habe ich endlich einen Entschluss gefasst: Dieser Blog liegt mir am Herzen und er spiegelt mich wieder, schon seit ich ihn begonnen habe. Wenn also die Person, die dahinter steht, sich verändert hat - dann muss es der Blog auch tun.


Was ich damit sagen möchte: Ich mache jetzt keinen auf "healthy" und "raw" und "vegan", sondern backe und poste das, was mir gefällt und vor allem das, was ich selbst auch essen kann! Ich folge damit keinem Trend, ich folge dem, was mein Körper mir sagt - was er essen möchte und was ihm nicht gut tut. Und daher gibt es hier nun das erste Rezept aus dieser neuen Richtung:
Kürbis-Käsekuchen mit Zimtstreuseln in gluten- und zuckerfrei!



Zutaten

Boden & Streusel:
200 g Mandeln, gemahlen
40 g Reismehl
50 g Xylith
50 g Haferflocken
1 TL Zimt
1 TL Vanille, gemahlen
50 g Butter, kalt

Käsekuchen:
450 g Frischkäse, doppelrahmstufe, zimmerwarm
100 g Xylith
2 Eier
1 TL Vanilleextrakt
140 g Kürbispüree*
1/2 TL Zimt

Zubereitung

1. Den Ofen auf 175 °C vorheizen.
2. Für den Boden und die Streusel alle trockenen Zutaten in einer Schüssel mischen.
3. Die kalte Butter in Stücke schneiden und mit den Fingern in die trockenen Zutaten einarbeiten. Kalt stellen.
4. Für den Käsekuchen den Frischkäse mit dem Xylith cremig rühren.
5. Die Eier einzeln hinzugeben, dazwischen stets gut verrühren. Den Vanilleextrakt ebenfalls einrühren.
6. Zuletzt das Kürbispüree und den Zimt untermischen.
7. Eine eckige (Brownie-)Form fetten und den Boden mit Backpapier auslegen.
8. Die Hälfte der Streuselmasse als Boden in der Form andrücken.
9. Die Käsemasse darauf geben und glatt streichen, darauf die andere Hälfte der Streuselmasse gleichmäßig verteilen.
10. Für 45-50 Minuten im heißen Ofen backen, anschließend vollständig erst bei Zimmertemperatur, dann im Kühlschrank auskühlen lassen.

*Kürbispüree könnt ihr ganz einfach selbst machen, indem ihr den Kürbis wascht, halbiert, entkernt und mit den geschnittenen Flächen nach unten auf ein Backblech legt - dann bei 175°C für 35-40 Minuten backen oder bis er weich ist!



Für alle die Käsekuchen lieben, ist dieser Kuchen genau richtig! Er ist wunderbar cremig und weich, zimtig und herbstlich und die knusprigen Streusel machen das Geschmackserlebnis komplett. Dadurch, dass Boden und Streusel aus dem selben Teig gemacht werden, ist der Kuchen dazu in null komma nichts angerührt - dann gilt es nur noch, sich zu gedulden, bis er abgekühlt ist. Ich jedenfalls bin einfach nur zufrieden und gönne mir nun noch ein Stückchen davon - ganz ohne Reue und schlechtes Gewissen!



Eure Selina (die einfach glücklich ist, dass sie endlich wieder bloggen kann!)

Macht's gut und habt eine schöne Zeit :)

Samstag, 14. März 2015

Schoko-Himbeer-Torte // ohne Zucker & Gluten

Wer meinen Blog schon länger verfolgt, der weiß, dass ich ein recht experimentierfreudiger Mensch bin – zumindest in der Küche. Vor allem vegan habe ich schon sehr oft gebacken, einfach weil ich es spannend finde, was sich alles so ohne tierische Produkte anstellen lässt. Vor kurzem habe ich mit Chia-Samen gearbeitet... muss zu meiner Schande allerdings gestehen, dass mir die (doch ziemlich) schleimige Konsistenz ganz und gar nicht zugesagt hat. Note to self: nicht so schnell aufgeben und noch andere Zubereitungsformen finden. Habt ihr da Tipps?
Wie dem auch sei, als mich die liebe Kirsten von dem Ernährungsshop nu3* vor kurzem angeschrieben hat und mich fragte, ob ich Lust hätte mal ohne raffinierten Zucker zu backen – wer kann es erraten? – war ich sofort Feuer und Flamme. Man kann zwischen erstaunlich vielen verschiedenen Zuckeralternativen* wählen, ich selbst habe mich schließlich für Kokosblütenzucker entschieden. Und damit nicht genug, ich hatte mir vorgenommen endlich mal glutenfrei zu backen. Glutenfrei und zuckerfrei? Das erschien mir gerade richtig!

Und damit ihr von meiner Experimentierkunst auch etwas habt, wurde die Schoko-Himbeer-Torte natürlich sofort fotografisch dokumentiert. Das Rezept gibts selbstverständlich obendrauf. :)


Zutaten
250 g dunkle Schokolade
130 g Butter
6 Eier
150 g Mandelmehl*
100 g Kokosblütenzucker*

250 ml Sahne (+ etwas Sahnesteif)
250 g gefrorene Himbeeren
frische Himbeeren
2 EL Kokosblütenzucker* (optional zu Puderzucker gemahlen)
2 TL Himbeerpulver*

Zubereitung
• Die Schokolade zusammen mit der Butter schmelzen.
• Etwas abkühlen lassen, dann die Eier trennen. Die Eigelbe untermischen.
• Nun das Mandelmehl und den Kokosblütenzucker hinzugeben.
• Die Eiweiße steif schlagen. 1/3 in den Teig mischen, dann die restlichen 2/3 vorsichtig unterheben.
• In 2 kleine Springformen füllen und im auf 170 °C vorgeheizten Ofen für 25 Minuten backen.
• Abkühlen lassen.
• Die Sahne mit dem Sahnesteif und dem Kokosblütenzucker schlagen (den könnt ihr in einem Zerkleinerer gerne noch etwas feiner malen, auch wenn er von sich aus schon recht fein ist).
• Die Himbeeren pürieren und anschließend durch einen Sieb streichen.
• Das Himbeerpüree etappenweise vorsichtig unter die Sahne heben - fangt erstmal langsam an, nicht, dass die Sahne zu flüssig wird.
• Das Himbeerpulver hinzugeben und kalt stellen.
• Nun kann der Kuchen zusammengesetzt werden: Die Sahne dekorativ auf den unteren Boden spritzen, den oberen Boden darauf setzen und erneut etwas Sahne verteilen. Wer mag kann den Kuchen auch vollständig mit der Sahne ummanteln, das sieht auch sehr hübsch aus.
• Optional: Mit frischen Himbeeren und dem fein gemahlenen Kokosblütenzucker garnieren.
• Bis zum Verzehr kalt stellen und vorsichtig anschneiden, da die Sahne dazu neigt, ein bisschen zwischen den Böden hervor zu treten.
• Wer mag kann auch einfach einen großen Kuchen backen und die Himbeersahne dann darauf/darum geben. Schmeckt genauso gut. :)

Ich mag die Konsistenz des Kuchens total gern. Er ist super-saftig und schokoladig, schmeckt dezent nach Marzipan durch das Mandelmehl und die Himbeercreme kommt direkt aus dem Himmel. Wer schon mal die Kombi Schokolade und Himbeeren probiert hat, der wird mir sicherlich zustimmen: Sie ist einfach perfekt. Der Kokoblütenzucker schmeckt schön karamellig und irgendwie fühle ich mich einfach besser, wenn ich weiß, dass in der ganzen (angenehm süßen!) Torte kein bisschen raffinierter Zucker ist.
Auch in der Himbeercreme ist nur ein bisschen (noch feiner gemahlener) Kokosblütenzucker, dafür habe ich ihn einfach in einen Zerkleinerer gegeben und so Puderzucker hergestellt. Und dazu gab's dann das Himbeer-Pulver*, das dem Himbeergeschmack noch mal die Krone aufsetzt und sie richtig schön pink färbt – i'm a Fan!

Bis ganz bald,
Eure Selina 

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