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Sonntag, 29. Oktober 2017

Kürbis-Donuts mit Honig-Frischkäse-Frosting // gluten- und zuckerfrei


Es ist jedes Jahr das Selbe. Immer wenn die Kürbis-Zeit offiziell beginnt, gibt es für mich kein Halten mehr. Überall springen mir Kürbisse ins Auge, besonders hübsche Exemplare oder solche, die mir gänzlich unbekannt sind hüpfen in meinen Einkaufskorb und auf meiner Anrichte stapeln sich immer mehr von dem hübschen runden Gemüse. Und dann beginnt der Wahn: Ich möchte möglichst alles mit Kürbissen machen, jedes Kürbis-Rezept ausprobieren und mich am liebsten nur noch von ihnen ernähren, bis die Kürbiszeit viel zu schnell wieder vorüber ist.


Ganz oben auf meiner Liste steht dabei der Klassiker: Kürbissuppe. Am besten mit Butternut, Kokosmilch und ordentlich Ingwer. Aber auch der simple Ofenkürbis mit Rosmarin und Feta hat mein Herz ganz schnell gewonnen. Oder wie wäre es mit einer saftigen Kürbisquiche? Kürbisrisotto ist übrigens auch eine wirklich feine Sache, dafür benutze ich am liebsten den klassischen Hokaido. Letztes Jahr habe ich mit diesem auch eine wahnsinnig leckere Kürbis-Orangen-Marmelade fabriziert und träume noch immer von ihr.
Hokkaido eignet sich übrigens auch am besten für alle süßen Backrezepte in denen nach einem Kürbis gefragt wird. Wer in den USA lebt kann sich glücklich schätzen, denn dort wird Kürbispüree direkt in Dosen verkauft - wir in Deutschland müssen uns das selbst herstellen.
Allerdings ist es total einfach und hier habt ihr eine wirklich sehr kurze und einfache Anleitung:



Kürbis-Püree selbst machen
1. Einen Hokkaido-Kürbis waschen und halbieren.
2. Die Kerne und Fasern mit einem Löffel ordentlich entfernen.
3. Ein Backblech mit Backpapier belegen und die Kürbishälfen mit der geschnittenen Seite nach unten darauf platzieren.
4. Bei 175° C für ca. 30 Minuten backen, nach ca. 20 Minuten könnt ihr schon mit einem Messer testen, ob der Kürbis weich ist.
5. Abkühlen lassen und das Fruchtfleisch von der Haut entfernen - dieses müsst ihr nicht einmal pürieren, da es bereits die richtige Konsistenz hat. Oder ihr püriert es mitsamt der Haut, da diese essbar ist!




Wenn ihr das Püree dann fertig habt, könnt ihr ein bisschen davon abmessen und zusammen mit ein paar anderen Zutaten zu diesen schmackhaften Kürbis-Donuts mit Frischkäse-Frosting verarbeiten. Das würde ich euch im übrigen sehr empfehlen. :) Den Rest des Pürees friert ihr einfach für die nächste Backsession oder Turbo-Kürbissuppe ein.

Kürbis-Donuts mit Honig-Frischkäse-Frosting
für 6 Stück

Zutaten
30 g Kokosmehl
2 EL Maisstärke
1/2 TL Backpulver
1/2 TL Natron
1/2 TL Zimt
1/4 TL Muskatnuss, gemahlen
1/4 TL Nelken, gemahlen
1 Prise Salz
2 Eier
150 g Kürbispüree
60 ml Kokosöl, geschmolzen
3 EL Agavendicksaft
1 TL Vanilleextrakt

Für das Frosting benötigt ihr: ca. 90 g Frischkäse, ca. 1 EL Milch und 3 TL Honig

Zubereitung
1. Den Ofen auf 175°C vorheizen und ein Donutblech sehr gut fetten. Falls ihr kein Donutblech habt, könnt ihr dieses nach dieser Anleitung wunderbar selbst aus einem Muffinblech basteln.
2. Die trockenen Zutaten in einer großen Schüssel gut vermischen.
3. Eier, Kürbispüree, Kokosöl, Agavendicksaft und Vanilleextrakt ebenfalls gut vermischen.
4. Die feuchten zu den trockenen Zutaten geben und mit einem Löffel oder Teigschaber verrühren - jedoch nur so lange, bis ein glatter Teig entstanden ist.
5. In einen Spritzbeutel oder eine Gefriertüte füllen und gleichmäßig in die Vertiefungen der Donutform füllen.
6. Im heißen Ofen für 10-12 Minuten backen.
7. Einige Zeit in der Form abkühlen lassen und wenn sie lauwarm sind vorsichtig stürzen.
8. Für das Frosting Frischkäse, Milch und Honig glatt rühren. Je nach Konsistenz des Frischkäses und Flüssigkeit des Honigs so lange anpassen, bis die Konsistenz stimmt und sich problemlos auf die Donuts geben lässt. 
9. Wenn die Donuts vollständig abgelühlt sind mit dem Frosting und einigen Kürbiskernen verzieren.


Die Donuts waren schneller verschwunden, als ich gucken konnte - sechs Stück sind nunmal doch etwas wenig. :) Sie schmecken wunderbar herbstlich und weich, saftig, ganz leicht nach Kokosnuss und ich bin ein großer Fan des Zusammenspiels aus warmen Gewürzen und frischem, kühlem Frischkäsefrosting! Zum Glück für mich, meinen Freund und vor allem für euch sind die Donuts innerhalb weniger Minuten angerührt und fertig gebacken, sodass ihr allerhöchstens 20 Minuten braucht, bis ihr eure Donut-Lust stillen könnt. 
Das klingt doch gut, oder?


Ich wünsche euch ganz viel Spaß beim Backen!


Eure Selina 

Sonntag, 15. Oktober 2017

Kürbis-Käsekuchen mit Zimtstreuseln // gluten- & zuckerfrei


Endlich ist meine Lieblingsjahreszeit wieder da und mit ihr kam eine unbändige Lust, zu backen. Während es mir im Sommer viel zu warm ist, um mich in die Küche zu stellen und ich mit Him- und Heidelbeeren meinen Süßes-Jieper stillte, inspirieren mich Kürbis, Maronen und Co. jetzt endlich wieder den Schneebesen zu schwingen und den Ofen anzuheizen.
Den Anfang macht heute dieser cremig-süße Kürbis-Käsekuchen mit knusprigen Zimtstreuseln. Der ist zwar nicht vegan, dafür allerdings glutenfrei und wer mag auch zuckerfrei.

Still war es hier auf dem Blog übrigens wegen diesen zwei Begriffen: glutenfrei und zuckerfrei. Nachdem ich schon mein Leben lang Probleme mit der Haut habe, wurde jetzt endlich (nach dem dröflten Hautarztbesuch) festgestellt, dass ich eine Form der Rosacea habe. Fast alle Ärzte schmetterten meine Frage danach, ob es auch an der Ernährung liegen könne ab. Irgendwann war es mir allerdings zu dumm: Ich fing an, selbst auszuprobieren was meiner Haut gut tat und was passierte, wenn ich bestimmte Lebensmittel aß. Entsprechend habe ich - wie auch schon im letzten Post erwähnt - meine Ernährung umgestellt und verzichte seit mehreren Monaten komplett auf raffinierten Zucker sowie Weißmehl. Seither hat sich meine Haut drastisch verbessert.


Doch wie vereinbart man so etwas mit einem Backblog? Auf dem sich alles um Zucker, Mehl und Butter dreht? Ich bin ganz ehrlich: Mir widerstrebte es zunächst sehr, mich mit all den anderen auf die "Healthy"-Schiene zu begeben, da dies teilweise schlichtweg zu einem Trend geworden zu sein scheint. Aber mir fehlte das Backen, das Bloggen, das Schreiben und das Fotos machen. Ich wollte den Blog wieder aktiv betreiben und ohne schlechtes Gewissen oder Reue leckeren Kuchen essen.
Nachdem ich also lange Zeit hin und her überlegt habe, habe ich endlich einen Entschluss gefasst: Dieser Blog liegt mir am Herzen und er spiegelt mich wieder, schon seit ich ihn begonnen habe. Wenn also die Person, die dahinter steht, sich verändert hat - dann muss es der Blog auch tun.


Was ich damit sagen möchte: Ich mache jetzt keinen auf "healthy" und "raw" und "vegan", sondern backe und poste das, was mir gefällt und vor allem das, was ich selbst auch essen kann! Ich folge damit keinem Trend, ich folge dem, was mein Körper mir sagt - was er essen möchte und was ihm nicht gut tut. Und daher gibt es hier nun das erste Rezept aus dieser neuen Richtung:
Kürbis-Käsekuchen mit Zimtstreuseln in gluten- und zuckerfrei!



Zutaten

Boden & Streusel:
200 g Mandeln, gemahlen
40 g Reismehl
50 g Xylith
50 g Haferflocken
1 TL Zimt
1 TL Vanille, gemahlen
50 g Butter, kalt

Käsekuchen:
450 g Frischkäse, doppelrahmstufe, zimmerwarm
100 g Xylith
2 Eier
1 TL Vanilleextrakt
140 g Kürbispüree*
1/2 TL Zimt

Zubereitung

1. Den Ofen auf 175 °C vorheizen.
2. Für den Boden und die Streusel alle trockenen Zutaten in einer Schüssel mischen.
3. Die kalte Butter in Stücke schneiden und mit den Fingern in die trockenen Zutaten einarbeiten. Kalt stellen.
4. Für den Käsekuchen den Frischkäse mit dem Xylith cremig rühren.
5. Die Eier einzeln hinzugeben, dazwischen stets gut verrühren. Den Vanilleextrakt ebenfalls einrühren.
6. Zuletzt das Kürbispüree und den Zimt untermischen.
7. Eine eckige (Brownie-)Form fetten und den Boden mit Backpapier auslegen.
8. Die Hälfte der Streuselmasse als Boden in der Form andrücken.
9. Die Käsemasse darauf geben und glatt streichen, darauf die andere Hälfte der Streuselmasse gleichmäßig verteilen.
10. Für 45-50 Minuten im heißen Ofen backen, anschließend vollständig erst bei Zimmertemperatur, dann im Kühlschrank auskühlen lassen.

*Kürbispüree könnt ihr ganz einfach selbst machen, indem ihr den Kürbis wascht, halbiert, entkernt und mit den geschnittenen Flächen nach unten auf ein Backblech legt - dann bei 175°C für 35-40 Minuten backen oder bis er weich ist!



Für alle die Käsekuchen lieben, ist dieser Kuchen genau richtig! Er ist wunderbar cremig und weich, zimtig und herbstlich und die knusprigen Streusel machen das Geschmackserlebnis komplett. Dadurch, dass Boden und Streusel aus dem selben Teig gemacht werden, ist der Kuchen dazu in null komma nichts angerührt - dann gilt es nur noch, sich zu gedulden, bis er abgekühlt ist. Ich jedenfalls bin einfach nur zufrieden und gönne mir nun noch ein Stückchen davon - ganz ohne Reue und schlechtes Gewissen!



Eure Selina (die einfach glücklich ist, dass sie endlich wieder bloggen kann!)

Macht's gut und habt eine schöne Zeit :)

Dienstag, 6. Dezember 2016

Kürbis-Orangen-Konfitüre mit Zimt

Ich bin zurück und es ist Winter. Mein Praktikum in Hamburg ging schneller vorüber als ein Fingerschnippen und jetzt ist schon Nikolaus - und es wird Zeit, sich Gedanken um Weihnachtsgeschenke zu machen. Verrückt aber wahr: Ich habe schon alle Geschenke für meine Eltern und meinen Freund beisammen. Nur noch ein paar Kleinigkeiten für Freunde und Familie haben gefehlt und genau die seht ihr hier auf den Bildern. Letztes Jahr gab es wahnsinnig leckeren Salted Caramel Brotaufstrich. Dieses Jahr habe ich mich in eine gewisse Marmelade verliebt: Kürbis Orangen Konfitüre mit Zimt.

Meine Lieblingsnachbarin bekommt später ein Gläschen in ihren Stiefel gestellt, eine Freundin die mich morgen besucht eins in die Hand gedrückt und ich selbst habe zusammen mit dem Liebsten schon fast ein Glas aufgebraucht, so lecker ist die Marmelade. Sie schmeckt cremig, fruchtig und wunderbar weihnachtlich, die Kombi aus Kürbis und Orange ist ein richtiger Knaller! Ich habe aus dem Rezept 8 mittelgroße Gläser befüllen können, habe also gleich mehrere Geschenke auf einen Schlag - besser geht es nicht oder?



Kürbis Orangen Konfitüre mit Zimt

Zutaten
750 g Hokkaido-Kürbis
2 Bio-Zitronen
1 Bio-Orange
1 Vanilleschote
1 TL Zimt
1 Prise Nelken
500 ml Orangensaft
1 Packung (500 g) Gelierzucker 2:1

Zubereitung
• Kürbis waschen, putzen, in Würfel schneiden und in einen großen Topf geben.
• Zitronen und Orange heiß waschen, trocken reiben und die Schale fein abreiben. Zum Kürbis geben.
• Saft der Zitronen auspressen. Die Orange halbieren und die einzelnen Filets herauslösen, sodass keine weiße Haut darauf haftet. Alles zum Kürbis geben.
• Vanilleschote halbieren und auskratzen und zusammen mit dem Zimt, den Nelken und dem Orangensaft zum Kürbis geben.
• Aufkochen und abgedeckt ca. 25 Minuten köcheln lassen.
• Mit dem Pürierstab fein pürieren. Nun Gelierzucker hinzugeben.
• Bei starker Hitze unter Rühren erneut aufkochen und für ca. 3 Minuten kochen.
• In ausgekochte Gläser füllen, fest verschließen und für 5 Minuten auf den Deckel stellen. Anschließend umdrehen und vollständig auskühlen lassen.
Hält sich kalt gelagert ca. 2 Monate!






































Ach, ich mag es total, mir zu überlegen, was ich verschenken könnte und mich dann in die Küche zu stellen, Weihnachtsmusik im Hintergrund, und drauf los zu werkeln. Habt ihr schon alle Geschenke zusammen? Und schenkt ihr auch etwas Selbstgemachtes?

Euch allen die schönste Adventszeit,
Eure Selina 

Montag, 2. November 2015

Kürbis Zimtschnecken


Ich bin momentan total im Kürbis-Fieber. Alles muss aus Kürbis gemacht sein, überall muss ein bisschen Kürbis rein (Wir tun mal so als wäre uns der Reim nicht aufgefallen) und wenn ich irgendwo einen Kürbis sehe, den ich noch nicht kenne, muss ich ihn haben. Letzte Woche hatte ich den sogenannten Muskatkürbis im Ofen. Er war ganz lecker, aber keine Offenbarung. Da ist der Butternuss viel leckerer, vor allem mit Feta und Rosmarin und Olivenöl. Ein Träumchen lasst euch gesagt sein!


Heute sollte es allerdings mal (ganz untypisch) eine Kartoffel-Zucchini-Suppe geben. Also bin ich noch schnell in den Supermarkt gehuscht, um einen Sack Kartoffeln und eine Rolle Ziegenkäse als Garnierung zu besorgen. Und da lag er: Ein riesiger, grauer Kürbis, laut Aufkleber hörte er auf den hübschen Namen Sampson. Sein Teint war gräulicher Färbung und er war von eher flacher Form. Ich hatte noch nie ein solches Exemplar gesehen und nachdem ich ungefähr 10 Minuten davor stand und die Miteinkaufenden mich bestimmt für komplett komisch hielten, entschloss ich mich, ihn mitzunehmen. In Gedanken schon dabei, was ich mit dem Schönen anstellen sollte, bezahlte ich ahnungslos an der Kasse und macht mich, den Kürbis in den Armen, auf den Heimweg. Ihr werdet es schon ahnen: Zuhause erlebte ich dann eine Überraschung in Form einer dicken schwarzen Acht auf dem Kassenzettel neben meinem neuen Freund Sampson. Puh!


Den werde ich nun gebührend zelebrieren. Nach meiner Recherche im Internet stieß ich auf Sampsons Herkunft, er stammt nämlich ursprünglich aus Neuseeland und gehört zur Familie der Greys and Crowns. Interessant. Habt ihr schon mal von einem solchen Kürbis gehört und wenn ja: Was kocht ihr damit?


Jetzt aber zu dem eigentlichen Star dieses Posts: Die Kürbis Zimtschnecken. Mit selbstgemachter Pumpkin-Butter gefüllt und Zimtguss verziert. Warm oder kalt ein wahrer Genuss, so schön saftig, süß und würzig. Den Kürbis schmeckt man definitiv heraus und ich finde er macht die Zimtschnecken damit zu einer Offenbarung. Hier nun das Rezept!

Kürbis Zimtschnecken

Zutaten
für 1 große Springform

1 Packung Trockenhefe
60 ml warmes Wasser
180 ml Milch
60 g Zucker
1/2 TL Vanilleextrakt
1 Ei
1 Prise Salz
60 g geschmolzene Butter
480 g Mehl

Füllung
50 g Butter
Pumpkinbutter nach diesem Rezept (auch als Brotaufstrich absolut zu empfehlen!)
50 g brauner Zucker
1 1/2 EL Zimt

Zubereitung
• Die Hefe zusammen mit 1 TL Zucker ins warme Wasser geben und für 5 Minuten zur Seite stellen.
• In einer Schüssel Milch, Zucker, Vanilleextrakt, Ei, Salz und geschmolzene Butter vermischen.
• Die Hefe und die Hälfte des Mehls hinzugeben. Mit einem Knethaken verrühren.
• Das restliche Mehl hinzu geben und für 5-6 Minuten (mit dem Knethaken) verkneten.
• Eine große Schüssel ölen und den Hefeteig hinein geben, mit Öl bestreichen und mit Frischhaltefolie bedeckt an einem warmen Ort für 2 Stunden gehen lassen.
• Aus der Schüssel nehmen und noch einmal auf einer bemehlten Arbeitsfläche gut durchkneten.
• Dann ausrollen, sodass ein längliches Rechteck entsteht.
• Dieses mit der Butter bestreichen, dann mit der Pumpkin-Butter und zuletzt sowohl Zucker als auch Zimt gleichmaßig darauf verteilen.
• Von der kürzeren Kante aus zu einer Rolle rollen (haha). Dann mit einem scharfen großen Messer in gleich große Schnecken schneiden.
• Eine große Springform fetten und die Schnecken hinein setzen - nicht zu eng, da sie noch weiter gehen müssen. Notfalls eine zweite kleine Form füllen.
• Für weitere 1,5 Stunden an einem warmen Ort gehen lassen.
• Den Ofen auf 175°C vorheizen und die Zimtschnecken 30 Minuten lang backen.
• Wenn sie abgekühlt sind einen Zuckerguss aus Puderzucker, Milch und Zimt anrühren und auf den Zimtschnecken verteilen.

Hiermit verabschiede ich mich und werde mich noch ein bisschen durchs Internet klicken, auf der Suche nach einer Verwendung für meinen neuen Kumpel Sampson. Und wehe er schmeckt nicht! :D

Macht's gut und lasst es euch gut gehen!
Eure Selina 

Dienstag, 7. Oktober 2014

Kürbis-Tomaten-Quiche mit Ziegenkäse

Puh, ist das ein chaotischer Tag! Zuerst kam ich vom Einkaufen heim und merkte, dass ich ausgerechnet den Blätterteig vergessen hatte. Also noch mal los.
Beim Kürbis zerkleinern schnitt ich mir zum Glück NICHT in den Finger und die Quiche landete nach kurzer Zeit unversehrt im Ofen. Dass der Boden mit kleinen Kürbisstückchen und Parmesan bedeckt war, erzähle ich euch jetzt mal nicht.
Die 30 Minuten Wartezeit habe ich mir dann damit verkürzt, indem ich mein Fotoset auf dem Esstisch schon mal aufbaute. Dabei fiel mir dann meine Glühbirne auf die Tischkante und zerbrach ich tausend winzige Stücke. Einige davon hat auch meine Hose und mein Strumpf abbekommen, also habe ich mich erstmal ihrer entledigt. Dann also Kehrschaufel raus und Staubsauger - als ich soweit alles im Griff hatte lud ich die Splitter in einen Müllbeutel und stapfte in den Flur um die Tüte vor meine Wohnungstür zu stellen. Dort stand aber schon jemand.
Und zwar der Heizungsmensch, der gucken sollte, warum meine Heizung nicht warm wird, und gerade klingeln wollte. Ihr habt nicht vergessen, dass ich Hose und Socken ausgezogen hatte und sie nun verteilt im Flur lagen? Zum Glück hatte ich einen knielangen Pulli an! Auf dem Tisch lag noch mein Fotoset hübsch drapiert und drumherum der halb auseinander gebaute Staubsauger und die größte Unordnung, weil ich natürlich erstmal den Küchentisch frei räumen musste. Schnell folgte ich dem Heizungsmenschen in mein Schlafzimmer und erklärte ihm, dass die Heizung einfach nicht warm wurde. Dabei verbrannte ich mir dann meine Finger an der heißen Heizung. Danke auch!

Zwischenzeitlich piepste mein Handy ungeduldig, weil die Quiche aus dem Ofen wollte. Der Heizungsmensch war im Gegensatz zu mir völlig gelassen und meinte: "Ich hab Zeit, ich bleib mal noch so lang, bis jeder Heizkörper heiß ist" und stellte sich dekorativ neben meine Balkontür. Natürlich hat jede Heizung funktioniert und ich frage mich immer noch, was ich eigentlich die ganze Zeit falsch gemacht habe.
Die Quiche wurde ein klein wenig dunkel wie ihr vielleicht seht, aber meine Güte war die gut! Die perfekte Wiedergutmachung für einen etwas chaotischen Tag. Als der Heizungsmensch dann endlich weg war, habe ich (ohne Glühbirne, denn die lag ja im Müll) schnell Fotos gemacht und mich dann wie ein hungriger Wolf auf die Quiche gestürzt. Chaos macht nämlich hungrig.
Und bevor ich noch irgendetwas runterwerfe, dachte ich mir ich setze mich an meinen Schreibtisch und schreibe mir das Chaos von der Seele. Hat auch wirklich geholfen!
Jetzt habt ihr aber lange genug gewartet und ich hab das Rezept für euch. :)






Zutaten
1 Packung Blätterteig
1 Schalotte
500 g Hokaido-Kürbis
10 Cherrytomaten
2 Eier
150 ml Sahne
1 EL saure Sahne oder Schmand
40 g geriebener Parmesan + etwas mehr für oben drauf
1 Prise Muskatnuss
Salz
Pfeffer
1 Rolle Ziegenkäse

Zubereitung
• Den Kürbis waschen, aushöhlen und in kleine Stücke schneiden.
• Die Zwiebel fein hacken und in etwas Öl anschwitzen.
• Nun die Kürbisstücke hinzu geben und für ca. 10 Minuten bei mittlerer Hitze etwas weich werden lassen, dabei mit Salz und Pfeffer würzen (siehe Bild).
• Die Tomaten waschen und halbieren, unter die Kürbisstücke mischen.
• Den Ofen auf 200 °C vorheizen.
• Eine Tarte-/Quicheform mit Blätterteig auskleiden.
• Eier, Sahne, saure Sahne, Parmesan und Gewürze in einer Schüssel vermischen.
• Die Kürbis-Tomaten-Mischung auf dem Blätterteig verteilen und die Eimischung gleichmäßig darauf geben.
• Zuletzt noch etwas geriebenen Parmesan verteilen (wer will kann mit dem restlichen Blätterteig dekorieren) und dann für 30 bis 40 Minuten goldbraun backen.
• Den Ziegenkäse auf die noch warme Quiche legen und dann genießen! 



Ehrliche gesagt tue ich mich mit Mengenangaben bei solchen Kochrezepten immer etwas schwer. Je nach dem wie groß eure Tarteform ist braucht ihr eventuell etwas weniger Kürbis oder etwas mehr Eimasse (die könnt ihr wunderbar mit ein bisschen Milch strecken). Etwas werden wird sie so oder so - und schmecken auch. :)

Achja, mein momentanes Lieblingslied schulde ich euch auch noch! Hier ist es: Always von Panama 

Macht's gut, bis bald!
Eure Selina 

Mittwoch, 30. Oktober 2013

Süßes Kürbis-Tiramisu mit Zimt

Halloween ist ja so gar nichts für mich - nur für den Fall, dass ihr euch wundert, dass es hier keine Halloween-Sweet-Tables oder Fratzen-Cookies gibt. Ist ja alles wunderbar, ich mag es auch, die kreativen Ideen der Anderen anzuschauen und bin immer wieder überrascht, was man alles machen kann... und trotzdem schließe ich mich ihnen nicht an. Mag auch daran liegen, dass es mir bezüglich gruseligem Backwerk absolut an Ideen mangelt - aber zusätzlich dazu konnte ich dieser ganzen Halloween-Sache nie so sonderlich viel abgewinnen. Klar hat man sich als Kind als Hexe verkleidet und die Nachbarn genervt, indem man deren Süßigkeitenschränke plündern wollte, aber irgendwie muss man ja als fast 22-jährige nicht mehr jedem Trend folgen, oder? :)
Deswegen heute etwas absolut Un-Gruseliges für euch:
Süßes Kürbis-Tiramisu mit Zimt. Viel Zimt.

Vorweg jedoch eine Empfehlung: Macht dieses Kürbis-Tiramisu NICHT wenn ihr schon eure helle Schlafanzughose tragt. Die wird nämlich zwangsläufig orange. Zumindest, wenn ihr wenigstens ein bisschen so seid wie ich.
Andererseits ist die Schlafanzughose ein sehr geringes Opfer dafür, dass ihr dieses gigantische Tiramisu verspeisen dürft. 
Ich übertreibe nicht, wenn ich sage: Das ist das beste Tiramisu, das ich jemals gegessen habe. Und das hat schon was zu heißen, denn ich habe einige Tiramisu-Koryphäen in meiner Familie. :D

Zutaten:

1 Tasse Ahornsirup
4 EL starken Kaffee/Espresso
24 Löffelbiscuits

350 g Kürbispüree*
200 g Sahne
1/2 Tasse Zucker
ein bisschen frischer Ingwer, gerieben
2 TL Zimt
Prise Salz

Topping:
400 g Mascarpone
1/2 Tasse Zucker
1 Tasse Sahne

Zubereitung:

• Espresso und Ahornsirup vermischen.
• Eine eckige (Kuchen-)Form mit Frischhaltefolie auskleiden und die Ränder überhängen lassen, da das Tiramisu am Ende so herausgehoben wird.
• Die Form mit den Löffelbiscuits auslegen.
• Mit der Hälfte des Ahorn-Espresso-Gemischs beträufeln.
• Das Kürbispüree* mit den Gewürzen und dem Salz vermischen.
• Die Sahne mit dem Zucker steif schlagen und unter das Kürbispüree heben.
• Die Schicht Löffelbiscuits mit der Hälfte der so entstandenen Kürbiscreme bedecken.
• Eine weitere Schicht Biscuits samt Ahorn-Espresso-Mischung, dann wieder Kürbispüree.
• Für das Topping die Mascarpone mit einem Handrührgerät cremig schlagen, Zucker und Sahne langsam hinzugeben, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.
• Dick auf der Kürbiscreme verstreichen.
• Mit Frischhaltefolie zudecken und für mindestens 8 Stunden in den Kühlschrank stellen.
• Vor dem Verzehr (für die schöne Optik) gerne noch mit einer Spritztülle etwas Sahne aufspritzen und dann - genießen!

* Um Kürbispüree selbst zu machen einfach einen Kürbis in zwei Hälften schneiden, Kerne und Fleisch entfernen, dann mit der geschnittenen Seite nach unten auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Bei 175 °C für 40-50 Minuten backen! Dann leicht abkühlen lassen und die Haut abziehen. Pürieren, Fertig!


Ich muss ehrlich zugeben, dass ich am Anfang etwas skeptisch war, ob das Tiramisu am Ende schmecken würde. So ein Kürbis ist ja immerhin Gemüse!
Deswegen würde ich verstehen, wenn ihr jetzt denkt: Das kann ich mir ja gar nicht vorstellen. Ehrlich.
Aber jetzt bin ich gerade ohne Worte, überlege die ganze Zeit hin und her, wie ich das Tiramisu am besten beschreiben könnte. Im Endeffekt kann ich euch nur sagen: Man muss es probieren und dann will man nichts anderes mehr! :)

Bis ganz bald!
Eure Selina

Mittwoch, 16. Oktober 2013

Herbstliche Pumpkin-Pie Baisers


Pumpkin-Pie-Chai, Pumpkin-Pie-Latte, Pumpkin-Pie Duschgel, Pumpkin-Pie Badezusatz (ooh ja!) und Pumpkin-Pie Duftkerzen - die Welt ist momentan überflutet von Pumpkin-Pie Geschmacks- oder Geruchsexplosionen. Und ich liebe es!
Was gibt es herbstlicheres als den zimtigen, warmen Duft von Kürbiskuchen (um hier ausnahmsweise mal beim Deutschen zu bleiben)? 
Eigentlich wollte ich unbedingt einen backen, so wie letztes Jahr, aber aus Erfahrung weiß ich, dass es recht viel Arbeit sein kann. Kürbis kochen, pürieren, abkühlen lassen, den Boden zusammenkneten, kalt stellen, ausrollen, Füllung anmischen und und und.
Aber auf gar keinen Fall möchte ich auf Duft und Geschmack von Pumpkin-Pie-Spice verzichten müssen - und habe deswegen kurzerhand kleine Pumpkin-Pie-Baisers oder auch Meringues gebacken (ich mag das Wort Baiser viel lieber :)).

Eigentlich sollten die kleinen Lieben noch mit einem hauchzarten Goldschimmer bekleidet sein und nicht nur den schnöden Zuckerkügelchen. Aber irgendwie hat das mit dem Goldpuder überhaupt nicht hingehauen, das ist überall gelandet nur nicht auf den Baisers.
Wahrscheinlich braucht man dafür einen Pinsel - das wurde mir im Nachhinein bewusst, als ich wie wild durch die Wohung rannte, auf der Suche nach irgend einer Gerätschaft, mit der es doch noch funktionieren könnte - aber da es mir an malerischem Talent mangelt, war natürlich keiner anwesend.

Also habe ich das Goldpuder wehmütig wieder weggepackt und ein paar herbströtliche Zuckerperlchen auf die Baisers geschmissen. Auch ganz nett, oder?

Zutaten:

3 Eiweiß
150 g feiner Zucker
1/2 TL Weinstein-Backpulver
Prise Salz
3/4 TL Zimt
1/8 TL Muskatnuss
1/8 TL Piment (Nelkenpfeffer)

Zubereitung:

• Eine Metallschüssel gründlich reinigen und dann die Oberfläche mit einer halben Zitrone abreiben. Das ist DER Trick, damit der Eischnee schön fest wird.
• Die Eiweiße hinein geben und mit der Küchenmaschine auf hoher Stufe anfangen steif zu schlagen.
• Wenn sie schaumig werden, Weinsteinbackpulver und Salz hinzugeben. Gut verrühren lassen.
• Den Zucker mit den Gewürzen vermischen.
• Dann sehr langsam und etappenweise die Zuckermischung hinzugeben, bis das Eiweiß sehr steif und glänzend ist.
• Ob es fertig ist, könnt ihr so testen: den Eischnee zwischen den Fingern reiben. Wenn ihr keine Zuckerkörnchen mehr spüren könnt, habt ihr es geschafft.
• Ein Backblech mit Backpapier auslegen, dann die Baisermasse in einen Spritzbeutel mit Sterntülle geben und auf das Blech spritzen - mit Zuckerperlen dekorieren.
• Im auf 125 °C vorgeheizten Ofen für 1 Stunde und 30 Minuten backen. Dann noch etwas im Ofen lassen, bevor ihr sie auf ein Kuchengitter umsiedelt und dort vollständig abkühlen lasst.
• Dann in einer luftdichten Box lagern!



Ich liebe Baisers ja sowieso - und in dieser herbstlichen Variante kann ich ihnen noch viel weniger widerstehen.
Probiert's mal aus! Ist wirklich nicht so schwer und lohnt sich definitiv. :)

Habt noch eine schöne Restwoche und lasst es euch gut gehen!

Eure Selina