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Samstag, 2. Dezember 2017

Gesunde Elisen-Lebkuchen // vegan, glutenfrei & zuckerfrei


Für mich beginnt die Weihnachtszeit immer mit meinem Geburtstag. Immer einen Tag vor dem ersten Adventskalendertürchen, immer in der Woche des weihnachtlichen Schmückens, immer bei nebligem Wetter, immer kurz vor dem ersten Advent und immer mein liebster Tag im Jahr. Dieses Jahr lag sogar Schnee, genau wie ich es mir gewünscht habe. Denn ich liebe Schnee! Auf dem Weg von Mannheim in den Odenwald zu meiner Familie geht es eigentlich stetig bergauf - und irgendwann waren die Wiesen vor den Autofenstern gepudert, die Baumwipfel mit Frost bedeckt und je weiter wir fuhren, desto friedlicher und weißer wurde es. Als wir ankamen schwebte leiser Schnee vom Himmel und ich hätte nicht glücklicher sein können.


Wir machten es uns vor dem Kamin gemütlich, tranken Tee und Kaffee, aßen ein Stück meines Lieblingskäsekuchens, den meine Mama jedes Jahr nach genau dem selben Rezept backt sowie diese leckeren Elisenlebkuchen. Im Gegensatz zum Käsekuchen - und ich finde man darf an seinem Geburtstag ruhig sündigen - sind die Lebkuchen sowohl vegan und zuckerfrei als auch glutenfrei. Gesüßt werden sie mit Agavendicksaft (oder wahlweise Honig, für eine unvegane Variante) und sie sind soo saftig, das ist schon fast unanständig.


Gesunde Elisen-Lebkuchen
für ca. 20 Stück

Zutaten
400 g Haselnüsse, gemahlen
2 TL Lebkuchengewürz
1 Prise Salz
1 Orange
50 g Kokosöl, flüssig
130 g Agavendicksaft oder Honig
3 EL Apfelmus
50 g getrocknete Aprikosen (ungesüßt)
ca. 20 Oblaten
100 g zuckerfreie Schokolade (ich habe welche von Xucker verwendet)
Mandelplättchen für die Deko

Zubereitung
1. Die Aprikosen in eine Schüssel geben und mit heißem Wasser übergießen, für 15 Minuten ziehen lassen und anschließend in kleine Stücke schneiden.
2. Den Ofen auf 175 °C Unter- Oberhitze vorheizen.
3. Die Haselnüsse mit dem Gewürz und dem Salz in einer Schüssel vermischen.
4. Die Schale der Orange abreiben.
5. In einer zweiten Schüssel das Kokosöl, das Süßungsmittel, das Apfelmus sowie die Orangenschale vermischen.
6. Die feuchten Zutaten sowie die Aprikosen zu den trockenen Zutaten geben und alles gut vermischen - ich benutze dazu am liebsten meine Hände. :)
7. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und die Oblaten darauf verteilen.
8. Auf den Oblaten jeweils 1-2 TL von der Lebkuchenmasse verteilen - je nach dem, welche Größe eure Oblaten haben. Ich habe die Größen variiert und am Ende insgesamt ungefähr 20 unterschiedlich große Lebkuchen heraus bekommen. Wenn ihr nur Kleine macht, werden es eher so um die 25 Stück.
9. Die Lebkuchen in Form drücken, sodass sie schön rund und glatt sind, dafür könnt ihr gerne eure Finger mit etwas Wasser anfeuchten.
10. Im vorgeheizten Ofen für ca. 12 Minuten (die Großen brauchen ca. 15 Minuten) backen.
11. Die Lebkuchen komplett auskühlen lassen, dann die Schokolade schmelzen und sie mit dieser - sowie mit den Mandelblättchen - verzieren.

Diese saftig-süßen, weihnachtlich-würzigen Lebkuchen lege ich euch hiermit wärmstens ans Herz. Ich glaube, ich muss noch eine Fuhre davon machen - das wäre dann inzwischen die Dritte - so gut sind sie! Und gesund noch dazu. :)

Eure Selina 

Samstag, 4. November 2017

Maronenmuffins mit Schokoguss // gluten- & zuckerfrei


Letzte Woche bin ich ganz aufgegangen in meiner Liebeserklärung an das Herzstück des Herbstes: dem Kürbis. Doch dieser ist nicht mein alleiniger Liebling, sondern bekommt auch dieses Jahr wieder kräftige Konkurrenz von der Marone. Nach einer kleinen Recherche wurde ich aufgeklärt, dass die Marone eine sogenannte "Nussfrucht" ist und eben jener möchte ich das heutige Rezept widmen.



Kaum etwas ruft für mich so sehr Herbst! wie die Heiße-Maroni-Stände die gerade hier und da in der Fußgängerzone auftauchen. Oder eine auf dem Herd köchelnde, cremige Maronen-Suppe. Oder geröstete Maroni direkt aus dem Ofen mit ein bisschen süßer Butter. Oder einfach diese wunderbar saftigen Maronenmuffins mit Schokoladenhaube. Die sind nicht nur glutenfrei sondern auch wieder zuckerfrei zuzubereiten.





Maronenmuffins mit Schokoguss
für 12 Stück

Zutaten
200 g Maronen, vorgegart
4 EL Wasser
3 Eier
90 g Xylith
100 g gemahlene Mandeln
1 TL Backpulver
1/2 TL Zimt

200 ml Sahne
150 g Zartbitter-Schokolade

Zubereitung
1. Den Ofen auf 170 °C vorheizen.
2. Die vorgegarten Maronen zusammen mit dem Wasser zu einer feinen Paste pürieren. Falls diese noch zu bröselig sein sollten, ein bisschen mehr Wasser hinzugeben, bis eine streichfähige Creme entstanden ist.
3. Die Eier zusammen mit dem Xylith mehrere Minuten auf hoher Stufe hell und schaumig schlagen.
4. Die trockenen Zutaten in einer Schüssel mischen.
5. Ein Drittel der Eimischung zu der Maronencreme geben und gut vermischen.
6. Die trockenen Zutaten hinzu geben und ebenfalls unterrühren.
7. Nun die restliche Eimischung in zwei Schritten vorsichtig unter die Masse heben.
8. In Muffinförmchen füllen und im heißen Ofen für 25-30 Minuten backen.
9. Zwischenzeitlich die Ganache vorbereiten: Dazu die Schokolade hacken. Die Sahne aufkochen und über die Schokolade geben. Nach 5 Minuten umrühren und abkühlen lassen.
10. Die Muffins abkühlen lassen und mit der Ganache verzieren.

Es gibt zwar unzählige Muffin-Rezepte dort draußen und auch auf diesem Blog sind einige verewigt - trotzdem bleiben diese Exemplare meine unangefochtene Nummer 1. Ich könnte mich jedes Mal hinein legen in diese cremige Nussigkeit, das Zusammenspiel von Schokoladenguss und luftig-saftigem Teig. Hach!
Ich hoffe, ihr probiert sie auch einmal aus und lasst euch von dem warmen Herbstgefühl, das sie mitbringen, anstecken. :)

Einen wunderbaren Sonntag,
eure Selina 

Mittwoch, 8. März 2017

Schokoladen-Heidelbeer-Kuchen // Oder der beste Schokokuchen des Universums



Im letzten Monat ist keine Woche vergangen, in der ich diesen Kuchen nicht gebacken habe. Erst einfach so, aus Lust auf Schokolade, dann zum Geburtstag für meinen Papa, zum Meeting mit Mawayoflife und dann noch mal einfach so. Weil er einfach der Wahnsinn ist! Nicht nur Geschmacklich ist er ein echter Hit, das Beste sind die simplen Zutaten, die im Zusammenspiel saftig-schokoladige Wunder vollbringen. Oft habe ich Lust etwas zu backen, dann fehlt mir aber z.B. Saure Sahne oder Buttermilch oder Mandelmehl. Und das meistens dann Sonntagsabends und ihr könnt euch meine regelmäßige Enttäuschung vorstellen.
Das kann bei diesem Schokokuchen nicht passieren, Mehl, Butter, Zucker, Eier, Kakaopulver, das war's im Grunde auch schon. Plus: Der Kuchen kann nach zehn Minuten in den Ofen. Also ein echtes In-Null-Komma-Nix-Kuchenwunder!


Wenn also demnächst mal wieder eine Gelegenheit ist, einen Kuchen mitzubringen, könnt ihr euch sicher denken, auf Welchen den Wahl fallen wird! Denn wer mag schon keinen Schokokuchen?
Die Heidelbeeren sind übrigens nur optional, er schmeckt auch ohne wunderbar. Und wisst ihr, was ich jetzt tun werde? Vom Kuchen träumen (der ist nämlich schon lange leer) und mich wieder an meine Bachelorarbeit setzen.
Die ist übrigens auch der Grund warum es hier etwas ruhiger ist und vermutlich noch einige Zeit bleiben wird. Natürlich versuche ich, trotzdem etwas zu posten - aber wenn ich einmal tief in der Arbeit drin stecke komme ich da so leicht nicht mehr raus. Ich hoffe, ihr könnt mir verzeihen! :)

Schoko-Heidelbeer-Kuchen


Zutaten
115 g Butter, weich
225 g Zucker
150 g Mehl
55 g Kakaopulver
2 TL Backpulver
1 Prise Salz
1 TL Vanilleextrakt
2 Eier
120 ml Milch
150 g Heidelbeeren (optional)

Zubereitung
• Butter und Zucker einige Minuten cremig rühren.
• Mehl, Kakaopulver und Backpulver in eine Schüssel sieben.
• Vanilleextrakt zur Butter-Zucker-Mischung geben.
• Eier nach einander ebenfalls hinzugeben., dazwischen immer gut rühren.
• Die Mehlmischung gemeinsam mit der Milch hin zugeben und unterrühren, bis alles gut vermischt ist.
• Zuletzt die Heidelbeeren unterheben.
• In eine gebutterte und mit Backpapier ausgelegte Kastenform geben.
• Im vorgeheizten Ofen bei 175 °C für 50-60 Minuten backen.


So leicht wird's gemacht und während der Kuchen im Ofen ist wächst die Vorfreude nur weiter. Er duftet soo gut!
Wer mag kann dann noch eine einfache Ganache zubereiten, ich hacke dafür ungefähr 100 g dunkle Kuvertüre und rühre einen Esslöffel Butter hinein. Dann über den abgekühlten Kuchen geben. 
Habt ihr auch so einen Kuchen, den ihr liebt und der einfach immer geht? So ein richtiger Klassiker, auf den ihr öfter zurück greift? Lasst es mich unbedingt wissen - meistens sind solche Kuchen nämlich einfach die Besten! :)


Jetzt bleibt mir nichts mehr zu sagen, als dass ich hoffe, dass der Frühling bald mit seinen zwitschernde Vögelchen, bunten Knospen und strahlend blauem Himmel vor der Tür steht. Und wir alle ein Stück Schokokuchen auf dem Balkon genießen können. Ich habe richtig Sehnsucht!

Also macht's gut und bis hoffentlich bald,
Eure Selina 

Mittwoch, 27. Juli 2016

Schokoladen Erdnussbutter Popsicles

Kennt ihr das, wenn ihr urplötzlich ein übergroßes Verlangen nach Schokolade habt? Also ich habe das jeden Tag mindestens ein mal, wenn nicht sogar öfter.
Immerhin rauche ich nicht, trinke nur ab und zu ein Gläschen Weißwein, serien- oder sportsüchtig (um Himmels willen) bin ich auch nicht. Aber da gibt es eben die Schokolade.
Und die ist wirklich ganz gemein. Schon seit ich klein bin gehört für mich ein schön dunkler Kaba zum Frühstück dazu. Und manchmal muss es dann auch Abends einer sein, zum Film, zum Buch oder einfach nur so, weil er mich glücklich macht.
Jetzt im Sommer habe ich für mich die leckere Alternative entdeckt, die ihr hier auf den Fotos seht: Das Schoko-Erdnuss-Eis. Ohne raffinierten Zucker (denn der macht mir beim Kabatrinken jedes Mal ein schlechtes Gewissen), Kokosmilch und echtem Kakaopulver. Und dann die Erdnussbutter, die sich durch die Schokolade zieht - einfach richtig lecker!
Das Eis ist schnell gemacht, auch ohne die Erdnussportion ein Träumchen und hält sich im Kühlfach den ganzen Sommer über. Zumindest theoretisch.

Zutaten
Schokopart
1 Dose Kokosmilch
150 g Agavendicksaft oder Honig

38 g Kakaopulver
1 TL Vanilleextrakt
1 Prise Salz


Erdnusspart
1 Dose Kokosmilch
70 g Erdnussbutter
150 g Agavendicksaft oder Honig
1 TL Vanilleextrakt
1 Prise Zimt
1 Prise Salz

Zubereitung
• Die Zutaten für den Schokopart vermischen und mit dem Pürierstab oder im Food Processor cremig pürieren.
• Mit den Zutaten für den Erdnusspart genauso verfahren.
• In eine Eisform (ersatzweise eignen sich auch saubere Joghurt- oder Plastikbecher) zunächst den Schokopart zu einem Drittel füllen. Für eine Stunde in den Froster stellen.
• Anschließend die Erdnussmischung einfüllen und mit einer Messerspitze oder ähnlichem leicht in der Form rühren, damit sich ein Marmoreffekt bildet - wieder eine Stunde gefrieren lassen.
• Das letzte Drittel wieder mit der Schokomischung auffüllen, wieder mit dem Messer marmorieren und dann die Eisstäbchen (alternativ funktionieren auch Papierstohhalme) hinein stecken. Anschließend vollständig gefrieren lassen.
• Ihr könnt natürlich auch andere Mischverhältnisse wählen, ich wollte einfach viel Schokolade. :)

Viel Spaß beim Nachmachen und dann frohes Schlecken! :)

Eure Selina 

Sonntag, 13. Dezember 2015

Glühwein-Schokoladen-Gugelhupf mit Glühweinkirschen

Eigentlich sollte ich jetzt lernen, welches die Ursachen des Geburtenrückgangs sind und die Definitionen der Zusammengefassten Geburtenziffer und Kohortenfertilität auswendig lernen, sprich: fleissig am Tisch sitzen und meine grauen Zellen anstrengen. Aus irgendeinem Grund, den die Soziologie noch erforschen muss, habe ich aber gerade dann wenn ich eigentlich arbeiten sollte die meiste Inspiration und die größte Lust zu backen.
Wer stand also gestern Abend statt zu lernen oder wenigstens (wie es sich an einem Samstagabend laut Allgemeinheit ja eigentlich gehört) in einer Bar zu sitzen und sich zu betrinken? Richtig.
Auf dem Herd brodelte Glühwein, Schokolade schmolz über dem Wasserband und in diversen Schüsseln tummelten sich Mehl, Butter und Kakaopulver. In meinen Ohren das neue Album von Mr. Silla tanzte ich durch die Küche und genoss es so richtig, mal wieder ausgiebig zu backen. 
Vielleicht war ich ein wenig beschwipst von den Glühwein-Dämpfen oder der Geist der Rebellion erfüllte mich - auf jeden Fall hat backen selten so viel Spaß gemacht.

Es kann aber natürlich auch daran gelegen haben, wie sehr ich mich auf das phänomenale Ergebnis freute. Jetzt mal echt: So einen guten Schokokuchen habe ich noch nie gegessen. Ich meine, Schokokuchen an sich ist ja immer ein Hit, aber dieser hier schießt wirklich den Vogel ab. Die Glühweingewürze, der Rotwein und die grenzenlose Schokoladigkeit zusammen mit den saftigen, süß-würzigen Kirschen. Oh. Mein. Gott. Ich komme aus dem Schwärmen (und Essen) gar nicht mehr heraus.

Glühwein-Schokoladen-Guglhupf mit Glühweinkirschen

Zutaten
Für die Glühweinkirschen
100 ml Rotwein
1 Beutel Glühweingewürz
2 EL brauner Zucker
1 Prise Zimt
1großes Glas Schattenmorellen

Für den Gugelhupf
120 g Dunkle Schokolade/Kuvertüre
315 g brauner Zucker
150 g weiche Butter
3 große Eier
280 g Mehl
1 TL Zimt
1 Messerspitze gemahlene Nelken
2 TL Backpulver
1 TL Natron
1 TL abgeriebene Schale einer Orange
1 Prise Salz
240 ml Rotwein (halbtrocken)
80 ml Milch
1/2 TL Vanilleextrakt

Zubereitung
• Für die Glühweinkirschen den Wein zusammen mit dem Zucker und dem Beutel Glühwein-Gewürz aufkochen und für ein paar Minuten köcheln lassen. Dann die abgetropften Schattenmorellen hineingeben und weitere fünf Minuten köcheln, anschließend vom Herd nehmen und im Weinsud etwas abkühlen lassen.
• Die Schokolade im Wasserbad schmelzen und ebenfalls abkühlen lassen, sodass sie jedoch noch flüssig ist. 
• Währenddessen die Zutaten des Kuchens vermischen: Den braunen Zucker mit der weichen Butter für einige Minuten cremig rühren.
• Die Eier hinzugeben und ebenfalls gut verrühren. Nun die Schokolade unterrühren.
• Mehl, Zimt, Nelken, Backpulver, Natron, Orangenschale und Salz in eine Schüssel sieben und vermengen.
• Gemeinsam mit dem Wein, der Milch und dem Vanilleextrakt zu den feuchten Zutaten geben. Solange verrühren, dass alles gerade feucht ist.
• Die Kirschen absieben, abtropfen lassen und unter den Teig rühren (den süßen Kirsch-Glühwein auffangen, den kann man dann nämlich noch gut trinken, schmeckt fabelhaft).
• In eine gut gefettete Gugelhupf-Form geben und bei 175°C Umluft für rund 55 Minuten backen. Die Stäbchenprobe zeigt euch, ob der Kuchen fertig ist.
• Für 10 Minuten in der Form abkühlen lassen, dann auf ein Kuchengitter stürzen.


Hoffentlich nehmen die Back-Götter mein Opfer in Form dieses Gugelhupfs an und sind am Freitag an meiner Seite, wenn ich mich der Soziologie-Klausur gegenüber sehe. Unterstützung kann ich nämlich durchaus gebrauchen, weil ich im Auswendiglernen schon immer eine Niete war und mich in Soziologie - weil es ja nur mein Beifach ist - einfach nicht so gut auskenne.
Damit ich mich aber nicht nur auf die Back-Götter verlassen muss (man weiß ja nie) mache ich mich jetzt mal wieder ans Lernen und genehmige mir noch ein saftiges Stück des Glühweingugels. Hoffentlich finde ich eins mit vielen Kirschen. :)

Genießt den restlichen Advents-Sonntag, macht es euch gemütlich und habt dann einen guten Start in die frische Woche!
Eure Selina 

Montag, 3. August 2015

Veganes Schokoladeneis mit Zimt und Cayennepfeffer


Dieses Eis macht mich fertig. Innerhalb von zwei Wochen habe ich das Eis zwei mal neu machen müssen. Und das sagt denke ich alles.
Zum Glück ist die Herstellung denkbar einfach, einfacher geht es eigentlich kaum. Außerdem darf man es fast ohne schlechtes Gewissen vernaschen, es besteht nämlich hauptsächlich aus Kokosmilch, Kakaopulver und Honig. Dazu ein paar Gewürze und fertig ist der ganze Spaß. :)


Zutaten
1 Dose Kokosmilch
150 g Honig (oder Agavendicksaft oder ein anderes pflanzliches Süßungsmittel)
38 g Kakaopulver
2 TL Vanilleextrakt
1 TL Zimt
1/8 TL Cayennepfeffer
1 Prise Salz

Zubereitung
• Alle Zutaten in einen Food Processor geben. Diesen für ca. eine halbe Minute laufen lassen.
Oder in eine Rührschüssel geben und dann mit dem Pürierstab alles schön vermischen.
• In eine Eisform geben. Stäbchen rein. In den Froster.
• Über Nacht gefrieren lassen und dann mit Hilfe von heißen Wasser aus den Formen lösen.
• Genießen! 




Dieses Eis ist echt der Wahnsinn. So cremig, so schokoladig und mit einer würzigen Note, die den Geschmack total interessant und spannend macht. Für Schokoladen-Liebhaber ein absolutes Muss - und für alle anderen auch.
Das originale Rezept ist übrigens von dem tollen Blog Tutti Dolci, von dem ich am liebsten alles nachmachen würde!

Jetzt bin ich aber erstmal weg an der Ostsee und deponiere - ihr werdet es nicht glauben - meinen Laptop einfach mal bei meinen Eltern. Etwas laptopfreie Zeit wird mir bestimmt gut tun und ich freue mich sogar darauf. :)

Euch wünsche eine schöne und vor allem sommerlich warme Zeit!
Eure Selina 

Samstag, 14. März 2015

Schoko-Himbeer-Torte // ohne Zucker & Gluten

Wer meinen Blog schon länger verfolgt, der weiß, dass ich ein recht experimentierfreudiger Mensch bin – zumindest in der Küche. Vor allem vegan habe ich schon sehr oft gebacken, einfach weil ich es spannend finde, was sich alles so ohne tierische Produkte anstellen lässt. Vor kurzem habe ich mit Chia-Samen gearbeitet... muss zu meiner Schande allerdings gestehen, dass mir die (doch ziemlich) schleimige Konsistenz ganz und gar nicht zugesagt hat. Note to self: nicht so schnell aufgeben und noch andere Zubereitungsformen finden. Habt ihr da Tipps?
Wie dem auch sei, als mich die liebe Kirsten von dem Ernährungsshop nu3* vor kurzem angeschrieben hat und mich fragte, ob ich Lust hätte mal ohne raffinierten Zucker zu backen – wer kann es erraten? – war ich sofort Feuer und Flamme. Man kann zwischen erstaunlich vielen verschiedenen Zuckeralternativen* wählen, ich selbst habe mich schließlich für Kokosblütenzucker entschieden. Und damit nicht genug, ich hatte mir vorgenommen endlich mal glutenfrei zu backen. Glutenfrei und zuckerfrei? Das erschien mir gerade richtig!

Und damit ihr von meiner Experimentierkunst auch etwas habt, wurde die Schoko-Himbeer-Torte natürlich sofort fotografisch dokumentiert. Das Rezept gibts selbstverständlich obendrauf. :)


Zutaten
250 g dunkle Schokolade
130 g Butter
6 Eier
150 g Mandelmehl*
100 g Kokosblütenzucker*

250 ml Sahne (+ etwas Sahnesteif)
250 g gefrorene Himbeeren
frische Himbeeren
2 EL Kokosblütenzucker* (optional zu Puderzucker gemahlen)
2 TL Himbeerpulver*

Zubereitung
• Die Schokolade zusammen mit der Butter schmelzen.
• Etwas abkühlen lassen, dann die Eier trennen. Die Eigelbe untermischen.
• Nun das Mandelmehl und den Kokosblütenzucker hinzugeben.
• Die Eiweiße steif schlagen. 1/3 in den Teig mischen, dann die restlichen 2/3 vorsichtig unterheben.
• In 2 kleine Springformen füllen und im auf 170 °C vorgeheizten Ofen für 25 Minuten backen.
• Abkühlen lassen.
• Die Sahne mit dem Sahnesteif und dem Kokosblütenzucker schlagen (den könnt ihr in einem Zerkleinerer gerne noch etwas feiner malen, auch wenn er von sich aus schon recht fein ist).
• Die Himbeeren pürieren und anschließend durch einen Sieb streichen.
• Das Himbeerpüree etappenweise vorsichtig unter die Sahne heben - fangt erstmal langsam an, nicht, dass die Sahne zu flüssig wird.
• Das Himbeerpulver hinzugeben und kalt stellen.
• Nun kann der Kuchen zusammengesetzt werden: Die Sahne dekorativ auf den unteren Boden spritzen, den oberen Boden darauf setzen und erneut etwas Sahne verteilen. Wer mag kann den Kuchen auch vollständig mit der Sahne ummanteln, das sieht auch sehr hübsch aus.
• Optional: Mit frischen Himbeeren und dem fein gemahlenen Kokosblütenzucker garnieren.
• Bis zum Verzehr kalt stellen und vorsichtig anschneiden, da die Sahne dazu neigt, ein bisschen zwischen den Böden hervor zu treten.
• Wer mag kann auch einfach einen großen Kuchen backen und die Himbeersahne dann darauf/darum geben. Schmeckt genauso gut. :)

Ich mag die Konsistenz des Kuchens total gern. Er ist super-saftig und schokoladig, schmeckt dezent nach Marzipan durch das Mandelmehl und die Himbeercreme kommt direkt aus dem Himmel. Wer schon mal die Kombi Schokolade und Himbeeren probiert hat, der wird mir sicherlich zustimmen: Sie ist einfach perfekt. Der Kokoblütenzucker schmeckt schön karamellig und irgendwie fühle ich mich einfach besser, wenn ich weiß, dass in der ganzen (angenehm süßen!) Torte kein bisschen raffinierter Zucker ist.
Auch in der Himbeercreme ist nur ein bisschen (noch feiner gemahlener) Kokosblütenzucker, dafür habe ich ihn einfach in einen Zerkleinerer gegeben und so Puderzucker hergestellt. Und dazu gab's dann das Himbeer-Pulver*, das dem Himbeergeschmack noch mal die Krone aufsetzt und sie richtig schön pink färbt – i'm a Fan!

Bis ganz bald,
Eure Selina 

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Samstag, 20. Dezember 2014

Veganer Cookie-Pie mit Schokotröpfchen


Ich weiß, schon wieder ein veganer Kuchen! 
Aber das liegt daran, dass heute Abend endlich meine beste Freundin ankommt und wir dann unsere Wiedervereinigung und Weihnachtsferien mit einem veganen Cookie-Pie feiern wollen. Den Kuchen haben wir vor ungefähr zwei Jahren schon mal gebacken und waren sehr sehr skeptisch, was die Zutaten anging: Da sind nämlich Kichererbsen drin! Vor allem ich habe der ganzen Sache nicht getraut, aber da ich ein kleiner Naseweiß bin, habe ich mich von ihr überreden lassen. Naja und dann haben wir innerhalb eines Tages den Kuchen verputzt. Weil kein Mehl darin ist und brauner Zucker ja auch gesünder ist als raffinierter Zucker, haben wir uns dabei kein Stück schlecht gefühlt. Der Kuchen schmeckt in der Tat spektakulärer, als er auf den ersten Blick aussieht - so ziemlich genau wie ein weicher, saftiger Keksteig mit Schokostückchen, den man am liebsten sofort aus der Schüssel essen möchte. 

Das Motto heute lautet also: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt!
(Und: Wie bekomme ich ein absolut unweihnachtliches Rezept dazu, dezent weihnachtlich auszusehen? :D)



Veganer Cookie-Pie mit Schokolade
abgewandelt nach Chocolate Covered Katie
für eine kleine Springform

Zutaten
500 g Kichererbsen
70 g Haferflocken
220 g brauner Zucker
40 g Apfelmus
3 EL Sonnenblumenöl
2 TL Vanilleextrakt
1 TL Natron
2 (gehäufte) TL Backpulver
1 Prise Salz
75 g Schokotropfen

Zubereitung
• In einem Mixer/Zerkleinerer/Food Processor alle Zutaten außer die Schokotropfen fein pürieren. Im Notfall tut es auch ein Pürierstab - Hauptsache die Masse ist danach sehr geschmeidig ohne große Stückchen.
• Die Schokotropfen unterheben.
• In eine kleine, gefettete Springform geben.
• Im auf 175 °C vorgeheizten Ofen für 40 Minuten backen.
• Erst in der Form etwas auskühlen lassen, dann auf ein Kuchengitter geben.
• Mir persönlich schmeckt der Kuchen noch etwas lauwarm am besten. 




Ich wünsche euch nicht nur einen tollen 4. Advent, sondern auch eine wunderschöne Vorweihnachtszeit und das schönste Weihnachten! Eure Selina 

Donnerstag, 13. November 2014

Matcha Schoko Marmor Gugl


Eine gute Nachbarschaft ist was schönes. Da werden anstandslos Päckchen angenommen und sich auch nicht beschwert, wenn man sie erst nach ein paar Tagen abholt, weil man sowieso nie Post bekommt und deswegen nie in den Briefkasten schaut. Oder es wird sich überschwänglich mit einer Tasse Kaffee bedankt, weil man für eine gewisse Dame mehrmals die Woche Klamottenbestellungen annimmt.


Und vor kurzem hatte ich fast schon eine Begegnung der dritten Art.
Der Postbote kam nach oben und bevor ich irgendetwas sagen konnte meint er: "Supper, gell?" Nicken meinerseits. "Sie haben doch vorher in der soundso Straße gewohnt, oder? Nummer hundert."
Ich starrte ihn ziemlich perplex an und wusste nicht ob ich lachen oder Angst bekommen soll, dass der Briefträger weiß, dass ich vor zwei Monaten umgezogen bin und wo ich vorher gewohnt habe. Gut, meine alte Wohnung ist in dem selben Stadtteil - aber trotzdem! Ich habe mich dann fürs Lachen entschieden, weil der Postbote ganz sympatisch war und sich scheinbar irgendwie gefreut hat, habe unterschrieben und das Päckchen für meine Nachbarin angenommen.
Diese Tatsache, dass ich ständig einige Pakete in meinem Flur stehen habe, kommt vermutlich davon, dass ich schon immer diejenige bin/war, bei der die Sendungen abgeladen werden, weil ich - typisch Student eben - erst in die Uni gehe, wenn ich ausgeschlafen und in Ruhe gefrühstückt habe.
Außer Mittwochs. Da nehme ich mir dann ein Stück Kuchen mit auf den Weg. :)


Zutaten
für 3 kleine oder 1 große Guglform
(Abgewandelt nach Manila Spoon)

240 g Mehl
340 g Zucker
2 TL Backpulver
1 Prise Salz
2 EL Matcha-Tee*
2 EL Kakaopulver
220 g saure Sahne
3 Eier
80 ml Olivenöl
1 TL Vanilleextrakt

100 g dunkle Schokolade
1 EL Butter

Zubereitung
• Mehl, Zucker, Backpulver und Salz in einer großen Schüssel vermischen.
• Gleichmäßig auf zwei Schüsseln verteilen, in die eine das Matcha-Pulver geben, zur Anderen Kakaopulver.
• In einer seperaten Schüssel die Saure Sahne mit den Eiern verquirlen. Dann Olivenöl und Vanille hinzugeben.
• Die nassen Zutaten jeweils zu den Trockenen geben. Vermischen, bis gerade alle Zutaten feucht sind.
• Abwechselnd in eine oder mehrere gefettete Guglhupf-Formen geben. Dann mit einem Messer leicht vermischen, um den Marmoreffekt zu erlangen.
• Bei 180 °C (Umluft) für 30 Minuten (kleine Gugl) bis 40 Minuten (großer Gugl) backen.
• Dunkle Schokolade zusammen mit der Butter schmelzen.
• Über den abgekühlten Gugl geben. Fertig!

* den Matcha Tee habe ich von nu3 zugeschickt bekommen. Benutzt habe ich diesen hier, der speziell fürs backen und kochen gedacht ist.




Ich bin furchtbar verliebt in dieses Rezept. Die saure Sahne macht den Kuchen wunderbar fluffig und vor allem saftig und die leichte Matcha-Note bildet zusammen mit der Schokolade ein Dream Team. Einfach wunderbar! Wer keinen Matcha-Tee hat oder verwenden möchte, macht aus diesem fabelhaften Rezept ganz einfach einen normalen Marmorkuchen und trinkt eine Tasse Kaffee oder Tee dazu. :)


Momentanes Lieblingslied: I Heard von den Young Fathers

Macht's gut und habt ein schönes Wochenende!
Eure Selina 

Dienstag, 28. Oktober 2014

Maronenmuffins mit Schokoladenganache


Zusammen mit meiner neuen Küche kam auch der Herbst. Ganz plötzlich ist es draußen klirrend kalt und ich muss schon meinen dicken Mantel anziehen und frage mich, was ich dann erst im Winter machen soll! Zum Glück habe ich ja jetzt meine Küche und kann mir eine heiße Kastaniensuppe kochen oder leckere Süßkartoffel-Nockerl spachteln. Aber zuerst musste natürlich gebacken werden! Ich hatte gestern morgen kaum meinen Schlafanzug gegen Jeans und Pulli getauscht, da war ich schon auf dem Weg zum Supermarkt. Auf diese saftig-süßen Maronenmuffins mit dick Schokolade habe ich schon seit Wochen Lust, noch bevor ich meinem alten Ofen zum Abschied winken musste. Es war also keine Frage, dass meine erste Amtshandlung in der Küche die Muffins werden würden. Die sind so herbstlich, dass ich dringend noch ein paar bunte Blätter auf der Wiese gegenüber vom Haus fürs Shooting sammeln musste (und hoffte, dass keiner meiner Nachbarn gerade aus dem Fenster schaut). Bevor ich die Fotos knipsen konnte, musste ich erstmal einen ganzen Muffin essen. Normalerweise bin ich ja immer froh, wenn meine Freunde mein Gebackenes aufessen - nicht, weil es mir nicht schmeckt, sondern weil es einfach oft viel zu viel für mich ist. Aber hier, bei diesen Muffins verhält es sich anders. 
Ich will sie am liebsten alle für mich selbst.

Zutaten
200 g Maronen, vorgekocht + etwas warmes Wasser
3 Eier
90 g Zucker
100 g gemahlene Mandeln
3/4 TL Backpulver
1/2 TL Zimt

200 ml Sahne
150 g Zartbitter-Schokolade

Zubereitung
• Die vorgekochten Maronen zusammen mit einem EL Wasser pürieren. Falls sie noch zu bröselig sein sollten, ein bisschen mehr Wasser hinzugeben, bis eine streichfähige Creme entstanden ist.
• Die Eier zusammen mit dem Zucker mehrere Minuten auf hoher Stufe hell und schaumig bzw. steif schlagen.
• Ein Drittel der Eimischung zu der Maronencreme geben und gut vermischen.
• Die Mandeln, das Backpulver und den Zimt darüber sieben und unterrühren.
• Das zweite Drittel der Eimischung unter die Masse heben. Dann noch das letzte Drittel vorsichtig unterheben.
• In Muffinförmchen geben, ruhig bis fast oben hin, da die Muffins kaum aufgehen.
• Bei 170 °C für 25-30 Minuten backen.
• Zwischenzeitlich die Ganache vorbereiten: Dazu die Schokolade hacken. Die Sahne aufkochen und über die Schokolade geben. Nach 5 Minuten umrühren und abkühlen lassen.
• Zuletzt die abgekühlte Ganache auf die abgekühlten Muffins geben.
• Genießen! 

Ich räume jetzt erstmal die Spülmaschine aus und wische noch mal über die Oberfläche der Arbeitsplatte - ich genieße momentan wirklich jede noch so kleine Arbeit in meiner wunderschönen Küche. Zumindest noch. :)

Bis ganz bald,
Eure Selina 

Lieblingslied momentan: Ben Howard - Small Things (und eigentlich das ganze neue Album) 

Montag, 29. September 2014

Schokoladen Soufflée Kuchen mit Zimt


Es ist schwieriger als ich dachte, sich an eine neue Location zum Backen und Fotografieren zu gewöhnen. Das Licht ist völlig anders, die Utensilien und Fotoprops stehen an anderen Plätzen, der Ofen ist irgendwie seltsam, überall sind Dinge im weg, die vorher nicht da waren und einfach das ganze Gefühl ist anders. Mein Tisch steht jetzt nicht mehr an der Wand sondern mitten im Raum und somit habe ich nichts mehr, an das ich meine Hintergründe anlehnen/festmachen kann. Zwischendurch habe ich auf dem Bett fotografiert, auch mal auf dem Boden - ich glaube ich habe jetzt alle Möglichkeiten durch, aber die Perfekte ist noch immer nicht gefunden. Dann misslang mir ein wunderbarer Käsekuchen, weil das Wasserbad, das den Kuchen im Ofen umgeben sollte, irgendwie IN den Kuchen gelangte. Der war dann ein bisschen sehr nass und wanderte direkt, zusammen mit ein paar Frusttränchen, in den Mülleimer.
Zu diesen Problemen kam in den letzten Tagen noch das Leben 1.0 und die Uni hinzu, das meine vollste Aufmerksamkeit verlangte und mein Kopf war voll von tausend Dingen.



Aber heute kam ich endlich mal wieder zum backen. Schon länger hatte ich Lust auf etwas souffléeartiges, das so luftig leicht ist wie der misslungene Käsekuchen. Und am besten ohne Wasserbad auskommt. Und mit Schokolade ist.
Ich denke mit diesem Schokoladen Soufflée Kuchen mit Zimt habe ich etwas gefunden, das so ziemlich alle meine Träume vereint - süß, zimtig, fluffig aber saftig, schokoladig und einfach köstlich. Man sollte ihn nur ganz abkühlen lassen, am besten sogar für einige Zeit im Kühlschrank, denn ganz frisch zerfällt er sehr leicht und das wollen wir ja nicht, oder? Ich sag das jetzt nur so, ist nicht so dass meine Ungeduld dem Fotografieren wieder mal einen Strich durch die Rechnung gemacht hat, ne. :)

Zutaten
290 g Bitterschokolade
175 g Butter
170 g Zucker
40 g Mehl
1/2 TL Zimt
1 TL Vanillezucker
1 Prise Salz
6 Eier, getrennt

Zubereitung
• Eine kleine Springform gut einfetten.
• Den Ofen auf 160 °C vorheizen.
• Die Schokolade mit der Butter über einem Wasserbad schmelzen.
• Dann 6 EL (!) des Zuckers unterrühren und abkühlen lassen. Zimt, Vanillezucker, Salz unterrühren.
• Die Eier trennen und die Eigelbe einzeln zur Schokomischung rühren.
• Nun das Mehl untermischen.
• Die Eiweiße mit einer Küchenmaschine schaumig rühren, dann eine Prise Salz hinzugeben und rühren lassen, bis das Eiweiß fast steif ist. Nun den restlichen Zucker langsam einrieseln lassen. So lange weiter schlagen, bis das Eiweiß ganz steif und glänzend ist.
• Auf mehrere Male langsam und behutsam unter die Schokomasse heben.
• In die kleine Springform füllen und für ca. 45-55 Minuten backen.
(Bei der Stäbchenprobe sollten noch einige feuchte Teigkrümel am Stäbchen hängen.)
• Vollständig abkühlen lassen und mit Kakaopulver bestreuen oder wie gewünscht verzieren.
• Genießen! 

So, das wäre geschafft! Jetzt muss ich dringend meine Küche aufräumen und abspülen (Gott, ich bewundere alle Menschen die für lange Zeit ohne Spülmaschine leben können und es aushalten!) und dann habe ich wohlverdienten Feierabend.

Macht's gut und bis bald,
Eure Selina 

Freitag, 5. September 2014

Double Chocolate Windbeutel

Als ich gestern mit einem großen Teller voller Windbeutel mit der Straßenbahn durch Mannheim fuhr, wurde ich doch tatsächlich von einem Mädchen angesprochen, was das denn auf meinem Teller wäre. Sowas ist mir ja noch nie passiert! Und dann noch auf Englisch, weswegen ich erstmal gar nichts verstand, weil ich damit nun wirklich nicht gerechnet habe. Und dann erklärt mal einer (wie sich später herausstellte) Kolumbianerin, was genau ein Windbeutel ist. Nachdem ich erstmal eine Weile herumgestottert habe, weil Englisch nun wirklich nicht zu meinen Stärken zählt, nannte ich sie kurzerhand "Windy Bags". :D Aber was heißt Brandteig auf Englisch? Burning dough?

Um meine Verlegenheit ob ihres perfekten Englischs ein wenig zu kompensieren, bat ich ihr dann einen der Windy Bags an und wir unterhielten uns (bzw. sie unterhielt eher mich) während der gesamten Fahrt. Ganz fachmännisch erklärte sie mir dann, dass sie ihren Windy Bag köstlich fand, nicht zu süß und nicht zu unsüß und wunderbar schokoladig. Und sie war unheimlich dankbar und hat sich total gefreut. Was mich wiederum total gefreut hat - und dann waren alle glücklich. :)
Achso, vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass ich unterwegs zu einer Freundin war und nicht einfach so grundlos mit Windbeuteln im Gepäck durch Mannheim kutschiere. Man weiß ja nie. :)



Zutaten
250 ml Wasser
125 g Butter
1 Prise Salz
3 TL Zucker
180 g Mehl
20 g Kakaopulver
5 Eier

100 g weiße Schokolade
200 g Sahne
1 EL Puderzucker

Zubereitung
• Butter, Salz, Zucker und Wasser in einen Topf geben. Aufkochen.
• Mehl und Kakaopulver vermischen. Bei geringerer Hitze in den Topf geben und sofort mit einem Holzlöffel kräftig rühren.
• Nun für ca. 5 Minuten weiter rühren, bis sich ein Teigkloß gebildet hat und auf dem Boden des Topfes eine dünne Schicht entsteht.
• In eine Küchenmaschine geben und weiter rühren, bis der Teig etwas abgekühlt ist und kein Dampf mehr aufsteigt.
• Nun die Eier einzeln hinzugeben und vermischen.
• Ein Backblech mit Backpapier auslegen und den Teig in einen Spritzbeutel geben.
• Nun die Windbeutel auf das Backpapier spitzen, ca. in der Größe von Golfbällen, und reichlich Abstand zwischen ihnen lassen.
• Bei 180°C Unter-Ober-Hitze für 25 Minuten backen (meine waren sehr groß, wenn ihr sie etwas kleiner macht backt sie für 20 Minuten). Dann auf 160°C reduzieren und für weitere 10 Minuten backen. Abkühlen lassen.
• Die Creme zubereiten: Die Schokolade schmelzen und dann abkühlen lassen, sodass sie aber noch flüssig ist. Die Sahne mit dem Puderzucker steif schlagen und dann die Schokolade unterheben. Ebenfalls in einen Spritzbeutel füllen.
• Die Windbeutel aufschneiden und mit der Schokosahne füllen.
• Gekühlt genießen! 

Wie meine kolumbianische Freundin schon meinte, die Windbeutel sind wirklich köstlich. Und gerade jetzt, wo der Sommer auf der Schwelle zum Herbst steht, man ihn aber einfach noch nicht gehen lassen will, finde ich die Kombination aus leichtem Windbeutel und seelentröstender Schokolade ziemlich perfekt.
Der Teig wird ein bisschen zäh und erst sah es auch so aus, als würde gar nichts passieren, aber dann sind die Windbeutel plötzlich aufgepufft. An der Füllung mag ich nicht nur ihren Geschmack nach weißer Schokolade sondern auch dass sie so einfach und schnell geht. Außerdem werde ich in Zukunft die Windbeutel wohl immer aufschneiden, da diese ganze Loch-reinbohren-und-füllen-Geschichte, die ich hier verwendet habe, viel zeitaufwendiger ist.


Euch allen ein wunderwunderschönes Wochenende!
Eure Selina