Mittwoch, 20. August 2014

Tomatentarte mit Ricotta

Esst ihr manchmal auch statt Frischkäse einfach ne Schicht Ricotta aufm Brot? Und dann noch ein bisschen Tomate darauf, Salz und Pfeffer - und dann kann das Genießen losgehn. Bitte sagt mir, dass ich nicht die Einzige bin, die solche kleinen Sünden begeht! Man könnte mich durchaus als Ricottasuchti bezeichnen, ganz ehrlich, ich könnte den Löffelweise mampfen. Der macht mich ganz wuschig.
Vielleicht ist das auch der Grund, warum mir die Tarte direkt aus der Form und auf die Küchentheke plumste. Samt Füllung. Und zerbrach.


Nach kurzem Schock, bei dem ich mich nicht bewegen konnte, versuchte ich die Tarte panisch sozusagen wieder auf ihre Füße zu stellen. Und dann zusammen zu flicken, so gut es ging. Der Boden war nur leider so buttrig und bröselig, dass es eine fast unmögliche Arbeit war und so sieht man der Tarte leider ein wenig ihre Versehrtheit an. Aber weil Ricotta meine große Liebe ist und die Tarte so hammermäßig gut schmeckt, war es mir ein bisschen egal, dass sie nicht ganz lupenrein aussieht.

Seht ihr hier auf dem zweiten Bild von oben den linken Rand? Ja, genau da ist alles zerbröselt. Und dabei war der Boden so perfekt. Genau der richtige Grad an Bröseligkeit, Buttrigkeit und Knackigkeit. Fast so gut wie der Boden von letztens. Ich war nur froh, dass ich die Tomaten noch nicht darauf drapiert hatte, dann hätte ich die Tarte nämlich vermutlich aus dem Fenster geschmissen (Ungeduld lässt grüßen). Ein Glück also, dass es soweit nicht kommen musste, denn sonst wären wir nicht in den Genuss dieser exquisiten Ricotta-Tomaten-Tarte gekommen. /Pathos an/ Eine Kombi, die im Himmel gemacht wurde. /Pathos aus/



Leicht abgewandelt nach Raiza Costa

Zutaten
Für den Boden
200 g Mehl
1 großzügige Brise Salz
100 g Butter
50 g Wasser

Für die Füllung
3 TL süßer Senf
300 g Ricotta
150 g Mascarpone
Salz
Pfeffer

Für die Tomaten
ca. 400 g bunte Tomaten (lieber zu viel als zu wenig)
ein paar Blätter Basilikum
Salz
Pfeffer
Olivenöl

Zubereitung
Tomaten
• Die Tomaten halbieren und in eine Schüssel geben.
• Das Basilikum klein hacken und dazu geben.
• Mit Salz, Pfeffer und Öl würzen und beiseite stellen.

Boden
• Das Mehl mit dem Salz vermischen. Die Butter in Stücke schneiden und hinzugeben.
• Mit den Händen die Butter in das Mehl einarbeiten, bis kleine Krümel entstehen, die gleichmäßig im Mehl verteilt sind.
• Nun das kalte Wasser hinzugeben und ebenfalls einkneten.
• In Plastikfolie wickeln und für mindestens 1 Stunde kalt stellen.
• Dann eine Tarteform damit auskleiden
• Bei 175°C für 30-35 Minuten backen bzw. bis der Boden vollständig gebacken ist. Abkühlen lassen!

Füllung
• Ricotta und Mascarpone mit Salz und Pfeffer vermischen.
• Den Boden der Tarte mit Senf bestreichen. Die Ricottacreme darauf verteilen.

• Nun die Tomaten auf der Ricottacreme verteilen. 
• Wer mag kann die Tarte nun noch mal, bis zum Verzehr, kalt stellen. Ich empfehle, sie zeitnah zu genießen, da sonst die Konsistenz des Bodens und der Tomaten leidet.

Hach, die Tarte war wirklich so fein. Es empfiehlt sich, sie zum Beispiel als Vorspeise für ein größeres Menü zu servieren oder einfach so als Snack, als Mittagessen oder zum Picknick am See (falls der Sommer noch mal wieder kommt). Ich hatte ein Stück als Beilage zum Abendessen, das hat auch supi funktioniert. :) Ich bin auf jeden Fall ordentlich verliebt und bin mir sicher: Das wird nicht unser letztes heißes Date gewesen sein!



Machts gut, bis bald!
Eure Selina ♥ 

Kommentare:

  1. Liebe Selina,

    man sieht der Tarte den Stuz auf den Bildern wirklich nicht an! Im Gegenteil! Sie sieht sooo verführerisch aus! Toll gemacht.

    LiebsteGrüße
    Sarah

    AntwortenLöschen
  2. I say tomato, you say tomato.
    Sieht megaknorke aus.
    Wieder gut gemacht :)

    Obstige Grüße,
    Mosxjey

    AntwortenLöschen
  3. Ich muss ja sagen, bei mir ist Ricotta so ne Sache: Als Zutat für Torten oder auch Herzhaftes finde ich ihn lecker, so pur auf Brot geht gar nicht... Irgendwie zu fad-gummig... Aber wo du doch so ein Fan bist, solltest du mal zu uns nach Italien kommen. Dort gibt es wunderbar frischen Ricotta direkt vom Ziegenbauern. Der wiederum schmeckt mir auch schon pur fast wieder ;)

    Liebe Grüße,
    Claudia

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Oh, frischer Ricotta ist ja nochmal eine ganze Stufe himmlischer - da komm' ich dann aus dem Schwärmen gar nicht mehr raus! :)

      Löschen
  4. Wow sehen die super aus! Und so frisch *-* da bekomt man ja gleich Appetit ;)

    Liebe grüße Christin
    von Chrissitallys.blogspot.de

    AntwortenLöschen
  5. Irre lecker, gestern gesehn und heute gemacht.

    AntwortenLöschen

Ich freue mich sehr über eure Kommentare! ♥