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Montag, 25. August 2014

Karottenküchlein mit Walnüssen


Oh jeh, in einer Woche geht die Uni wieder los und das waren sie dann, die lang ersehnten Semesterferien. Ein bisschen wehmütig bin ich schon, besonders wenn ich an das enttäuschende Wetter denke. Ein einziges Mal war ich am See diesen Sommer und das ist schon eine Schande. Trotzdem freue ich mich darauf, dass die Uni wieder los geht, ich wieder etwas zu tun habe und in den schönen Stuckräumen im Schloss sitzen und etwas über Literatur lernen darf. Nicht zu vergessen meine Freunde, die dann auch endlich wieder in Mannheim sind und die ich über den Sommer hinweg ganz schön vermisst habe. Der Sommer, auf den ich mich so wahnsinnig gefreut habe, wird vom Herbst und dann vom Winter abgelöst und ich freue mich mindestens genau so sehr auf kuschelige Abende, beleuchtet nur von Kerzenschein, in der Hand eine Tasse dampfenden Kakao.
Und das im August!
Es ist schon verrückt, dass ich gestern das erste Mal meine Heizung anmachen musste und mir einen Tee aufgebrüht habe, auf dessen Verpackung groß "Kamintee" steht. Die Heizung gluckerte vor sich hin, der Tee duftete nach Zimt und ich fühlte mich ganz kuschelig warm. Dazu dann noch diese leckeren Karottenmuffins in ihren hübschen Kleidchen und ein gutes Buch - so muss das sein.



Wobei ich hier nicht ganz bei der Wahrheit bleibe, das muss ich leider zugeben... die Küchlein hatte ich nämlich leider nicht hier. Die wurden auf der Party auf der ich am Tag zuvor war restlos auf gemampft und es blieb nur ein Halber für mich übrig. Leider ist das Rezept auch nur für 6 Stück, was ziemlich traurig war, weil sie doch so fabelhaft schmecken. So wie ein echter, guter Karottenkuchen eben schmecken muss, mit Zimt und Walnüssen, wahnsinnig saftig und wunderbar süß. Ziemlich perfekt also. :)
Eine Freundin meinte noch: Du Selina, können wir die am Montag noch mal machen, am Besten die doppelte Menge und dann ganz alleine aufessen? Also ich wäre so was von dabei!


Zutaten
für 6 Küchlein

125 g Mehl
1 TL Backpulver
1 Prise Salz
1 TL Zimt
70 g brauner Zucker
40 g weißer Zucker
2 Eier
100 g Sonnenblumenöl
125 g Karotten
30 g Walnüsse
25 g gemahlene Mandeln

Zubereitung
• Die Karotten schälen und fein reiben. Die Walnüsse schön klein hacken.
• Das Mehl mit dem Backpulver, dem Salz und dem Zimt in einer Schüssel vermischen.
• Die beiden Zucker, die Eier und das Öl hinzugeben und verrühren.
• Die Karotten und die Walnüsse zusammen mit den gemahlenen Mandeln hinzugeben. Ebenfalls unterrühren.
• In Muffinförmchen füllen. Bei 180 °C für 20-25 Minuten backen.
• Vollständig abkühlen lassen und mit Zuckerguss und halben Walnusskernen verzieren.
• Genießen! ♥


Dieses Karottenkuchenrezept begleitet mich eigentlich schon seit ich mit dem Backen angefangen habe und ich liebeliebeliebe es. Keine Ahnung, wie oft ich es schon verwendet habe. Und jedes Mal bin ich wieder aufs Neue begeistert und weiß: Besser geht's echt nicht. Große Liebe! ♥

Ich wünsche euch einen gelungenen Start in die neue Woche. Macht's gut und bis bald.
Eure Selina ♥

Montag, 4. Februar 2013

Orangenküchlein ohne Mehl & ohne Fett



Nachdem ich eine Woche kaum etwas anderes gemacht habe, als rumzuliegen und viel zu viel zu essen, ist es jetzt an der Zeit für ein bisschen gesündere und fettärmere Ernährung. Da hilft es natürlich nicht gerade, einen Backblog zu haben und viel zu gerne richtig buttrige, saftige Kuchen zu backen. Die Suche nach etwas fettarmen, ohne viele Kalorien und trotzdem dem richtigen Saftigkeits-Grad startete in die erste Phase.
Es dauerte nicht lange und ich hatte das perfekte Rezept gefunden - das nicht nur wunderbar einfach durchzuführen war, sondern auch sehr lecker klang!
Orangen sind ohnehin eine meiner Lieblingsfrüchte und ich wollte schon lange mal wieder etwas mit ihnen backen. Orangenküchlein klang schon sehr sehr reizvoll - und das alles ganz ohne Fett? Und ganz ohne Mehl?

Ihr schaut wahrscheinlich gerade genau so ungläubig wie ich, als ich das Rezept entdeckt habe… aber es ist wahr! In den Küchlein ist weder Butter noch Öl oder etwas ähnliches enthalten und statt dem Mehl (das ja bekanntlich auch nicht gerade Diät-Förderlich ist) enthalten sie gemahlene Mandeln.
Der Teil in mir, der experimentierfreudig ist und immer wieder gerne etwas neues ausprobieren will, wurde promt geweckt.
Und es gab kein Halten mehr.



Man braucht entweder kleine Gugelhupf-Förmchen, kleine Gläser, Tarte-Förmchen oder Auflauf-Formen.


Zutaten:

5 ganze Bio-Orangen
4 mittlere Eier
250 g Roh-Rohrzucker
300 g gemahlene Mandeln (ohne Haut)
1 TL Zimt
1 TL Vanille-Extrakt
Fett und gemahlene Mandeln für die Formen

Zubereitung:

• Die Orangen heiß abwaschen und 3 Stück in einen großen Topf geben. Mit Wasser bedecken und zum Kochen bringen, dann Temperatur herunterdrehen und 1 Stunde und 30 Minuten köcheln lassen.
• Die Orangen abtropfen und etwas abkühlen lassen, dann samt Schale in Stücke schneiden. Im Mixer oder mit dem Pürierstab fein pürieren.
• Ofen auf 160 °C Umluft vorheizen.
• Die Eier mit 175 g Zucker schaumig schlagen. Vanilleextrakt hinzugeben. Dann Mandeln und Zimt unterrühren. Zuletzt das Orangenpüree hinzugeben.
• Die Förmchen fetten und mit Mandeln bestäuben. Masse hineingeben. Leicht auf die Arbeitsfläche aufklopfen, damit eventuelle Luftbläschen entweichen können.
• Für ca. 25 Minuten auf der mittleren Schiene backen.

• Für die Deko (was nicht unbedingt nötig ist, die Küchlein schmecken auch ohne sehr gut)
• Den restlichen Rohrzucker mit 100 ml Wasser und dem Saft einer ausgepressten Orange bei starker Hitze aufkochen und (ca. 3 Minuten lang) köcheln lassen, bis die Flüssigkeit sirupartig ist. 
• Die letzte Orange in Scheiben bzw. wie gewünscht zuschneiden. Die Stückchen/Scheiben zu dem Sirup geben und 2 Min. mitkochen lassen.
• Die Flüssigkeit über die Küchlein geben und mit den Orangenstückchen verzieren.



Ich bin schlichtweg begeistert von diesen kleinen Küchlein. Und überrascht noch dazu. Natürlich bin ich mit einiger Skepsis an sie heran gegangen. Orangen samt Schale? Keine Butter?
Aber dann ist es natürlich umso schöner, wenn man positiv überrascht wird :)
Sie sind saftig, luftig, fruchtig, nussig, süß wenn auch ein klein wenig bitter - aber das gibt dem Ganzen das 'gewisse Etwas' - und einfach besonders :)

Viel Spaß beim nachbacken - es lohnt sich!