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Donnerstag, 13. November 2014

Matcha Schoko Marmor Gugl


Eine gute Nachbarschaft ist was schönes. Da werden anstandslos Päckchen angenommen und sich auch nicht beschwert, wenn man sie erst nach ein paar Tagen abholt, weil man sowieso nie Post bekommt und deswegen nie in den Briefkasten schaut. Oder es wird sich überschwänglich mit einer Tasse Kaffee bedankt, weil man für eine gewisse Dame mehrmals die Woche Klamottenbestellungen annimmt.


Und vor kurzem hatte ich fast schon eine Begegnung der dritten Art.
Der Postbote kam nach oben und bevor ich irgendetwas sagen konnte meint er: "Supper, gell?" Nicken meinerseits. "Sie haben doch vorher in der soundso Straße gewohnt, oder? Nummer hundert."
Ich starrte ihn ziemlich perplex an und wusste nicht ob ich lachen oder Angst bekommen soll, dass der Briefträger weiß, dass ich vor zwei Monaten umgezogen bin und wo ich vorher gewohnt habe. Gut, meine alte Wohnung ist in dem selben Stadtteil - aber trotzdem! Ich habe mich dann fürs Lachen entschieden, weil der Postbote ganz sympatisch war und sich scheinbar irgendwie gefreut hat, habe unterschrieben und das Päckchen für meine Nachbarin angenommen.
Diese Tatsache, dass ich ständig einige Pakete in meinem Flur stehen habe, kommt vermutlich davon, dass ich schon immer diejenige bin/war, bei der die Sendungen abgeladen werden, weil ich - typisch Student eben - erst in die Uni gehe, wenn ich ausgeschlafen und in Ruhe gefrühstückt habe.
Außer Mittwochs. Da nehme ich mir dann ein Stück Kuchen mit auf den Weg. :)


Zutaten
für 3 kleine oder 1 große Guglform
(Abgewandelt nach Manila Spoon)

240 g Mehl
340 g Zucker
2 TL Backpulver
1 Prise Salz
2 EL Matcha-Tee*
2 EL Kakaopulver
220 g saure Sahne
3 Eier
80 ml Olivenöl
1 TL Vanilleextrakt

100 g dunkle Schokolade
1 EL Butter

Zubereitung
• Mehl, Zucker, Backpulver und Salz in einer großen Schüssel vermischen.
• Gleichmäßig auf zwei Schüsseln verteilen, in die eine das Matcha-Pulver geben, zur Anderen Kakaopulver.
• In einer seperaten Schüssel die Saure Sahne mit den Eiern verquirlen. Dann Olivenöl und Vanille hinzugeben.
• Die nassen Zutaten jeweils zu den Trockenen geben. Vermischen, bis gerade alle Zutaten feucht sind.
• Abwechselnd in eine oder mehrere gefettete Guglhupf-Formen geben. Dann mit einem Messer leicht vermischen, um den Marmoreffekt zu erlangen.
• Bei 180 °C (Umluft) für 30 Minuten (kleine Gugl) bis 40 Minuten (großer Gugl) backen.
• Dunkle Schokolade zusammen mit der Butter schmelzen.
• Über den abgekühlten Gugl geben. Fertig!

* den Matcha Tee habe ich von nu3 zugeschickt bekommen. Benutzt habe ich diesen hier, der speziell fürs backen und kochen gedacht ist.




Ich bin furchtbar verliebt in dieses Rezept. Die saure Sahne macht den Kuchen wunderbar fluffig und vor allem saftig und die leichte Matcha-Note bildet zusammen mit der Schokolade ein Dream Team. Einfach wunderbar! Wer keinen Matcha-Tee hat oder verwenden möchte, macht aus diesem fabelhaften Rezept ganz einfach einen normalen Marmorkuchen und trinkt eine Tasse Kaffee oder Tee dazu. :)


Momentanes Lieblingslied: I Heard von den Young Fathers

Macht's gut und habt ein schönes Wochenende!
Eure Selina 

Montag, 18. März 2013

Leckere Marzipan-Gugl im Osterkarton

Gestern Abend befand ich mich im Zug auf dem Heimweg von Leipzig und tippte einen Blogpost, der den leckeren Marzipangugl gerecht werden sollte - oder bemühte mich wenigstens darum.
In meinem Kopf allerdings tummelten sich noch immer fröhlich die Erinnerungen an ein wunderschönes Wochenende, das ich mit einer Freundin, die dort wohnt, verbracht habe.

Es war Büchermesse, wir waren im schönsten Restaurant der Welt (mit dieser Meinung waren wir sicher nicht alleine), im Kino, in der Stadt unterwegs und gestern Abend waren wir auf der LitPop, einer Party, auf der es Musik, Literatur, Bands, Tanz und Poetry Slam gab (den wir leider verpasst haben).
Besonders reizend waren Jorge Gonzales und Thomas Rath, die sich beide nun auch der Schreiberei angenommen haben und die auf der Bühne interviewt wurden - ich überlege ernsthaft, ob ich mir nicht das Buch von Thomas Rath kaufen soll "Der modische Rath für die Frau". Schaden kann es jedenfalls nicht und ich könnte mir vorstellen, dass es genauso lustig und süß ist wie er selbst. :D


Nun aber zurück zu den Gugls: Sie sind aus der aktuellen Lecker Bakery und jeder der Marzipan mag, wird diese hier lieben. Sie sind sehr sehr lecker, saftig und süß, könnten meiner Meinung nach allerdings noch einen Ticken mehr Marzipan vertragen (aber vielleicht bin ich auch einfach zu süchtig und will immer mehr, mehr, meeehr :D).



Für diejenigen, die die Lecker Bakery nicht besitzen, hier nun das Rezept:

Zutaten:

100 g Mazipan
3 Eier
125 g + 3 EL Puderzucker
1 Päckchen Vanillezucker
1/8 l Sonnenblumen-Öl
100 g Mehl
1 TL Backpulver

Zubereitung:

• Marzipan über Nacht im Kühlschrank lagern. Dann mit der Küchenreibe raspeln. 
• Marzipan mit Eiern, 125 g Puderzucker und Vanillezucker schaumig rühren.
• Öl hinzugeben und unterrühren.
• Mehl und Backpulver mischen, sieben und ebenso untermischen.
• Gugl-Förmchen einfetten und mit Mehl ausstäuben.
• Teig am besten mit einem Spritzbeutel in die Mulden füllen.
• Bei 150 °C Umluft ca. 10 Minuten backen.
• Etwas abkühlen lassen, herausnehmen und mit Puderzucker bestäuben.
(• Es war so viel Teig, dass ich den Rest in Mini-Muffinförmchen gefüllt und ebenso gebacken habe.)

Wer sich wundert, was diese dunklen Gugl darstellen sollen und nach ihrem Rezept sucht, dem muss ich leider sagen: Schlagt sie euch aus dem Kopf. Es sind Schoko-Rotwein-Gugl und ich fand sie sehr ansprechend... bis ich den ersten Bissen probiert habe. Sie sind viel zu trocken und schmecken ziemlich langweilig. :( Zum Glück hatte ich allerdings die Marzipan-Gugl, die mich nach dieser herben Enttäuschung aufmuntern konnten. :)

Zum Schluss möchte ich mich noch ganz herzlich bei Ina bedanken, dafür, dass sie meinen Blog vorgestellt hat und natürlich bei allen, die auf diese Weise (oder auch auf jedem anderen Weg) zu mir gefunden haben! Hiermit werdet ihr ganz offiziell und persönlich auf meinem Blog begrüßt - ich freue mich wirklich riesig, dass ihr hier seid! :) 

Danke, danke, danke!
Ihr seid toll!

Samstag, 26. Januar 2013

Vanille-Mohn-Pflaumen-Gugl oder auch "Germknödel-Gugl"




Am Montag in der Früh geht's für mich ab in den Winterurlaub. Den Schnee habe ich zwar auch hier zur genüge und trotzdem freue ich mich. Es ist einfach etwas anderes, an einem anderen Ort zu sein und sich so zu fühlen, wie man sich nur im Urlaub fühlen kann.
Nicht nur, dass man in einem fremden Bett an einem fremden Ort schläft - es sind auch die Germknödel, die mich winterurlaubig fühlen lassen. Ja, ihr habt richtig gelesen. Germknödel.
Wenn mich jemand fragt, was mein Lieblingsessen ist, ist es genau diese Antwort. Das ist schon so, solange ich mich erinnern kann. Und die allerbesten gibt es nunmal an dem Ort, an den wir jedes Jahr fahren.
Um die Vorfreude zu feiern und den Urlaub einzuleiten wollte ich etwas backen, das ein bisschen an meine herzallerliebsten Germknödel erinnert. Ich kam auf die Idee, kleine Gugl in Germknödel-Manier zu kreieren. Germknödel isst man ja bekannterweise mit Butter oder Vanillesoße und viel Mohn. Im Inneren erwartet einen dann heißes Pflaumenmus. Die Kombination von all diesen Dingen raubt mir schon fast den Verstand, egal ob in Germknödel oder Gugl.
Die Pflaumen schmecken in meiner Kreation (die natürlich nicht ganz von mir stammt, sondern nur abgewandelt wurde) nicht ganz so sehr heraus, wie ich es gehofft hatte. Daher empfehle ich euch, Pflaumenmarmelade mit gröberen Fruchtstücken zu verwenden. Ansonsten würde ich aber absolut nichts ändern, denn sonst sind sie perfekt. Sie sind saftig bist zum geht-nicht-mehr, irgendwie knusprig durch den Mohn und wunderbar vanillig. Eben Germknödelig. :)

Im Guglfieber sind ja momentan sowieso alle - und ich muss mich da nun leider anschließen! Sie sind perfekt für Zwischendurch, zum Kaffee oder Tee, ihre Herstellung ist super-super-einfach und niedlich anzusehen sind sie sowieso :) Ina vom CityGlamBlog ist am "Guglischen Fieber" erkrankt, wie sie es so reizend nennt und ihre Apfel-Gugl sehen zum Anbeißen aus. Auch die liebe Maggy von MehlspeisDirndl konnte sich den Gugls nicht entziehen. Und ich für meinen Teil werde bei dem wunderbaren Mini-Gugl-Wettbewerb von il mondo di selezione teilnehmen (hier geht's zum Pinterest-Board des Wettbewerbs) :)

Ich würde mal sagen: Alle ran an die Gugl!



Zutaten:
80 g Butter
65 g Puderzucker
1 Vanilleschote
1 TL Abrieb einer Bio-Zitrone
1 Prise Salz
2-3 EL Pflaumen-Marmelade
2 mittelgroße Eier
30 g Mehl
65 g Grieß
25 g Mohn

Zubereitung:
• Den Ofen auf 210 °C vorheizen.
• Die Butter schmelzen und mit dem Puderzucker vermischen.
• Vanilleschote auskratzen und hinzugeben. Zitronenschale abreiben und hinzugeben. Salz und Pflaumenmarmelade unterrühren.
• Die Eier hinzugeben und gut verrühren.
• Mehl und Gries vermischen und ebenfalls unterrühren.
• Zuletzt den Mohn in den Teig rühren.
• Die Guglform einfetten und mit Mehl ausstäuben und den Teig in die Vertiefungen füllen. (Ich habe dafür einen Gefrierbeutel genommen und eine Ecke abgeschnitten.)
• Für ca. 14 Minuten backen.



 Ich weiß ja nicht wie es euch geht, aber ich dachte lange Zeit "Hm, irgendwie sehen die ein bisschen langweilig aus, als wären sie nicht besonders saftig oder lecker."
In meinem Leben habe ich mich noch nie so sehr getäuscht! Es ist unglaublich wie viel Geschmack in diesen kleinen Kerlchen steckt.
Noch dazu, weil sie so wunderbar schnell gemacht sind! Um die Zutaten zu verrühren habe ich nicht länger als 6 Minuten gebraucht. :)



Übrigens gibt es zwei kleine Neuigkeiten! Zum Einen gibt es ab jetzt ein Banner von Krümelkreationen, den ihr euch nur allzu gerne mitnehmen könnt, wenn ihr wollt! :)
Und außerdem wurde meine "Über Mich"-Seite etwas ausgebaut und es gibt nun 10 Fakten über mich zu lesen.

Habt ihr euch schon mal an Gugls versucht? Ich würde gerne wissen, wie ihr die kleinen Kameraden so findet.

Dann also bis nächste Woche und viel Spaß beim Nachbacken! :)